Pflanzenschutz

Mehrwertsteuer im Blickpunkt

Die schwierige „Handhabung der drei Mehrwertsteuersätze in Friedhofs- und Einzelhandelsgärtnereien“ stand bei der Landesfachgruppentagung der bayerischen Friedhofsgärtner im Fokus. Steuerberater Horst-Dieter Riepe aus Bad Homburg unterbreitete bei seinem Vortrag am 4. November in Regensburg auch einen Vorschlag, der – sofern realisiert – sich maßgeblich auf die Abrechnung der friedhofsgärtnerischen Leistungen auswirken würde. Weitere Themen in dem Vortrag Riepes betrafen die neueren Entwicklungen bei der Abgrenzungsproblematik – Stichwort: Hofladenurteil – und Vorgaben zum Ausstellen von Rechnungen. Generell darf der Pauschalsatz von 10,7 Prozent nur noch für eigenproduzierte Pflanzen angewendet werden. Bei zugekauften Pflanzen gilt der reduzierte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, bei „Hartware“ ebenso wie bei Zusatzartikeln wie Erden, Dünger oder Pflanzenschutzmittel der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. In diesen Fällen ist die Umsatzsteuer ans Finanzamt abzuführen, andererseits kann die Vorsteuer aus den Rechnungen der Vorlieferanten geltend gemacht werden.