Pflanzenschutz

Minierfliegen weiten sich aus: Zum Beispiel an Zwiebeln

Minierfliegen kamen in den letzten Jahren an Gemüse zunehmend vor. Der Pflanzenschutzexperte Dr. Frank Burghause stellte beim Pfälzer Gemüsebautag hierbei die Lauchminierfliege und die Adernminierfliege heraus. Die Lauchminierfliege – Napomyza megatoma – trete seit den 90er Jahren im Oberrheingraben verstärkt auf. Sie schädige insbesondere Zwiebeln. Mit einer Länge bis zu vier Millimeter ist es die größte heimische Minierfliege. Jährlich kommen zwei Generationen vor, meist im April/Mai und September/Oktober. Zur Bekämpfung der Lauchminierfliege lässt sich laut Burghause die Nebenwirkung jener Pflanzenschutzmittel, die eine Indikation gegen Thripse haben, nutzen. Gemeint ist Dimethoat bei Zwiebeln. Putzreste befallener Zwiebeln dürfen nicht nahe der Zwiebelfelder lagern. Die Adernminierfliege – Liriomyza huidobrensis – wurde vor etwa zehn Jahren nach Deutschland eingeschleppt. Außer in Gewächshäusern ist sie zunehmend auch im Freiland anzutreffen (Kopfsalat, Endivie, Chinakohl, Radies, Feldsalat, Tomate, Gurken, Melone, viele Zierpflanzen). Liriomyza huidobrensis ist gegen viele Pflanzenschutzmittel resistent. Wie es heißt, lässt sich Vertimec bei § 18-Genehmigung in Feldsalat gegen Adernminierfliege einsetzen.