Pflanzenschutz

Neue Zulassung gegen Kirschessigfliege

, erstellt von

Das Unternehmen dedetec aus Freiburg widmet sich der Bekämpfung der Kirschessigfliege. Nun erhielt der Zusatzstoff combi-protec eine generelle Genehmigung. Er beschleunigt und effektiviert den Schutz von Obst- und Weinkulturen.

Effektiver gegen die Kirschessigfliege? Pflanzen und Früchte müssen nicht völlig mit combi-protec bedeckt sein. Foto: dedetec

combi-protec: innvoatives Verfahren gegen Kirschessigfliege

Der Hersteller verspricht ein innovatives Verfahren, das den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gegen den Problemschädiger im Obst- und Weinbau um bis zu 97 Prozent reduzieren könnte. Zum einen müssen die Pflanzen und Früchte nicht vollständig mit dem Wirkstoff benetzt sein. Zum anderen mischt der Anwender einen Liter combi-protec mit lediglich rund drei Prozent der regulären Insektizid-Wirkstoffmenge und 20 Litern Wasser. Das Gemisch wird als Fraßköder für die Kirschessigfliegen ausgebracht.

Laut dedetec beschleunigt combi-protec die Aufnahme des Wirkstoffs durch den Schaderreger und verstärkt zudem die Wirkung von beigemischten Pestiziden. Die Wirksamkeit hat der Hersteller unter anderem an der Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau in Weinsberg (LVWO) testen lassen.

Nur noch halbseitige Behandlung im Weinbau nötig

Für den Weinbau, dem die Kirschessigfliege zunehmend zusetzt, empfehle sich eine halbseitige Behandlung, also ein Sprühen in jeder zweiten Fahrgasse der Weinberge. Das Pflanzenschutzmittelgemisch wird mit niedrigem Druck aus zwei bis maximal vier Düsen und hoher Fahrgeschwindigkeit ausgebracht.

Im Rahmen des Genehmigungsvorgangs durch die Behörden wurden als empfohlene Tankmischungen Spintor + combi-protec im Beerenobst sowie Holunder und im Weinbau gegen Kirschessigfliege und Gemeiner Ohrwurm geprüft.