Pflanzenschutz

Neues Faltblatt: Mistelbekämpfung zur Rettung wertvoller Streuobstbestände

Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz hat jetzt ein kostenloses Faltblatt veröffentlicht, das ausführlich über Biologie, Verbreitungsweise und Maßnahmen zur Bekämpfung der Laubholzmistel informiert. 

Misteln wachsen als „Halbschmarotzerpflanzen“ auf Bäumen und entziehen diesen Wasser und Nährstoffe. In den vergangenen Jahren hat sich in Rheinland-Pfalz die Laubholzmistel sehr stark ausgebreitet. „Besonders im westlichen und nördlichen Landesteil sind viele alte Streuobstbestände sehr stark befallen. Die Bäume sind geschwächt und drohen abzusterben, wenn nichts geschieht“, stellt Landwirtschaftsstaatssekretär Thomas Griese fest.

Streuobstwiesen sind wertvolle Ökosysteme, in denen eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten leben. Außerdem liefern Streuobstbäume die Früchte für edle Obstbrände. „Mangelnde Pflege ist der Grund für den prekären Zustand vieler Streuobstbestände. Durch gezielten und regelmäßigen Baumschnitt muss hier Abhilfe geschaffen werden“, so Griese weiter.

Vor diesem Hintergrund hat das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium jetzt ein Faltblatt veröffentlicht. „Das Faltblatt soll zunächst wichtige Fakten über den Mistelbefall vermitteln. Aber wir bieten den am Erhalt der Streuobstbestände Interessierten auch praktische Hilfe durch Seminare zu Altbaumpflege und Sanierungsschnitt an“, so der Staatssekretär.

Das Faltblatt steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit. Interessenten an Seminaren können sich an das Dienstleistungszentrum Rheinhessen – Nahe – Hunsrück in Bad Kreuznach wenden, Telefon: 0671-820-454 oder E-Mail: johann.schierenbeck(at)dlr.rlp.de. (mulewf)