Pflanzenschutz

Neues Pflanzenschutzgesetz: Sachkundenachweis muss alle drei Jahre aufgefrischt werden

Das neue, seit Februar dieses Jahres geltende Pflanzenschutzgesetz sieht auch für den Nachweis der Sachkunde einige Änderungen vor. Vor allem muss der einmal Sachkundige ab sofort alle drei Jahre seine Sachkunde durch eine anerkannte Fortbildung auffrischen. 

Haben Sie Ihre Sachkundebescheinigung beispielsweise während der Ausbildung oder im Studium erworben, so müssen Sie bis zum 26. Mai 2015 einen Antrag bei der zuständigen Behörde gestellt haben, um den nun notwendigen neuen Sachkundenachweis zu erhalten. Ab dem 26. November 2015 gilt nur noch die neue Bescheinigung.

Wer diesen Termin verpasst, muss die Sachkunde neu erwerben, sagte Heike Rose, Pflanzenschutzreferentin bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, während der Fachtagung „Integrierter Pflanzenschutz auf Rasenflächen“ auf der GaLaBau-Messe in Nürnberg. Wie das im Einzelnen aussieht, hängt vom Bundesland ab, denn Pflanzenschutz ist Sache der Länder. „Wir sind aber an einer bundeseinheitlichen Regelung dran.“

Klar ist, dass die zuständigen Stellen diese Fortbildungsangebote anerkennen müssen. Es sollte sich um Schulungsthemen handeln, die der Ausrichtung des neuen Pflanzenschutzgesetzes entsprechen, also beispielsweise „Integrierter Pflanzenschutz“ oder „Resistenzbildung“.

Rose empfiehlt: „Sie können auch 2013 schon eine solche Fortbildung absolvieren, dann haben Sie die nächsten zwei Jahre Ruhe. Wichtig ist, dass Sie bis 2015 an solch einer Schulung teilgenommen haben.“ Die neue Bescheinigung muss also immer wieder aktiviert werden. Wer dies nicht im Dreijahres-Rhythmus macht, der darf keine Pflanzenschutzmittel kaufen oder einsetzen. Mit einer Fortbildung lässt sich diese im Prinzip ja vorhandene Sachkunde wieder reaktivieren – sie verfällt nicht. (ia)