Pflanzenschutz

Parallelimporte zeigten Mängel

"Nicht immer ist drin, was draufsteht" - so ließe sich das Ergebnis eines Untersuchungsschwerpunktes des Pflanzenschutz-Kontrollprogramms 2006 am besten zusammenfassen: Untersucht wurden 98 Glyphosat-haltige Pflanzenschutzmittelproben aus dem Groß- und Einzelhandel - und gefunden wurden Beanstandungen bei rund jeder dritten Probe (30,6 Prozent)! Bei 18 der Proben wurden signifikante Abweichungen in den Beistoffgehalten festgestellt. Und bei einem in Deutschland zugelassenen Pflanzenschutzmittel, das bei der Anwendung in mehreren Proben zu Schäden geführt hatte, war ein anderer Wirkstoff als deklariert enthalten. Interessantes Detail: 24 Proben wurden zur Identitätsfindung im Rahmen eines Parallelimportes eingesandt. Bei der Hälfte (14 Proben) stimmten die untersuchten Parameter mit denen des Referenzmittel nicht überein. Bei zehn Proben wurden Mängel festgestellt - einer Probe fehlte ein Repellent, bei zweien lag der Wirkstoffgehalt nicht innerhalb des zulässigen Streubereichs - und sieben Proben zeigten signifikante Unterschiede im Gehalt von Beistoffen, bei der Korngrößenverteilung oder bei den Infrarot-Spektren im Vergleich zum Referenzmittel.