Pflanzenschutz

Pestizide: Schweizer Erdbeeren belastet

, erstellt von

Sind konventionell angebaute Erdbeeren aus der Schweiz „süßes Gift“? Das legt zumindest eine Studie im Auftrag von Greenpeace Schweiz nahe. Die Mehrheit der untersuchten Beeren war demnach mit Rückständen von mindestens vier verschiedenen Pestiziden belastet. Erdbeeren aus Bio-Anbau waren dagegen alle rückstandsfrei.

Schweizer Erdbeeren aus konventionellem Anbau sind laut Greenpace häufig mit Pestizid-Rückständen belastet. Foto: x4wiz/Fotolia

Außer den Bio-Erdbeeren blieb laut Greenpeace lediglich eine Probe aus konventionellem Anbau ebenfalls ohne Beanstandung. Zudem konnten auch im Boden und den Erdbeerpflanzen insgesamt 20, nach Angaben von Greenpeace zum Teil krebserregende Pestizide nachgewiesen werden.

 

Greenpeace: Pestizid-Rückstände vor allem für Kinder bedenklich

„Die gefundenen Pestizid-Cocktails beweisen einmal mehr, dass die Schweizer Landwirtschaft nicht so naturnah ist, wie sie sich gerne gibt“, sagt Philippe Schenkel, Umweltwissenschaftler ETH und Leiter der Landwirtschaftskampagne bei Greenpeace Schweiz. „Da Erdbeeren nur einen kleinen Teil der täglich konsumierten Lebensmittel ausmachen, akkumulieren sich bei einem Mix aus konventionell hergestellten Lebensmitteln die potenziell krankmachenden Wirkstoffe im Körper.“

Die Mehrfachbelastung sei insbesondere für Kinder problematisch. Zwar lagen alle Proben unter den gültigen Höchstwerten für Pestizid-Rückstände. Dennoch waren laut Greenpeace die gemessenen Werte in zwei Erdbeer-Proben aus konventionellem Anbau toxikologisch bedenklich.