Pflanzenschutz

Pflanzenschutz-Vorschriften verschärft

Jetzt ist es amtlich: Künftig werden in der EU strengere Vorschriften zum Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln sowie zum Einsatz solcher Produkte in der Praxis gelten. Der Ende 2008 erzielte Kompromiss wurde am 24. September 2009 im Europäischen Parlament in Brüssel auch von den Mitgliedsstaaten abgesegnet. Die Regeln dürften zeitnah im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden und sollen noch vor Jahresende in Kraft treten. Dann werden für die Hersteller über mehrere Jahre hinweg stufenweise strengere Anforderungen an ihre Produktpalette gesetzt, während die Mitgliedsstaaten bis 2011 neue Vorschriften für die Ausbringung in nationales Recht umsetzen müssen (siehe TASPO 16/09).

In der Regel wird es in Zukunft keine Neuzulassung von Wirkstoffen mehr geben, die nachweislich oder höchstwahrscheinlich Krebs erregen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung schädigen. Ebenfalls keine Neuzulassung erhalten Mittel, die das Hormonsystem von Mensch und Tier beeinträchtigen. Ein Kriterienkatalog für die Einordnung solcher Substanzen muss aber erst noch erstellt werden; übergangsweise wird ein relativ großes Spektrum von Wirkstoffen pauschal als potenziell gefährlich eingestuft.