Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmittel: „Bio“ marschiert

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Der Markt für biologische Pflanzenschutzmittel wächst rasant. Das teilt die Beratungsfirma Kline in ihrem Report „Global Biopesticides“ mit. Der Trend wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Insgesamt machen biologische Pflanzenschutzmittel bisher fünf Prozent des Gesamtmarktes aus. Der Umsatz liegt weltweit bei 1,6 Milliarden US-Dollar. Kline geht davon aus, dass dieser Anteil über die kommenden zehn Jahre in allen Ländern im zweistelligen oder zumindest im hohen einstelligen Bereich wachsen wird.

Bayer ist führender Anbieter für biologische Pflanzenschutzmittel. Eine Wissenschaftlerin von Bayer CropScience bei der Arbeit. Foto: Bayer CropScience

Biologische Pflanzenschutzmittel für Saatgut

Hauptverantwortlich für das Wachstum biologischer Pflanzenschutzmittel sind immer öfter verwendete mikrobiologische Schutzmaßnahmen für Saatgut von Feldfrüchten wie Weizen, Sojabohnen oder Baumwolle.

Der Report „Global Biopesticides“ schließt mikrobiologische Nützlinge, natürliche Produkte mit geeigneten Eigenschaften für den Pflanzenschutz, Pflanzenextrakte und biologische Schutzmaßnahmen von Saatgut mit ein. Sie sind für die Erhebung relevant, sofern sie für Feldfrüchte, Früchte und Gemüse, Rasen, Zierpflanzen, Gehölze, zum Schutz von Saatgut eingesetzt wurden und im Handel frei erhältlich waren.  

Mikrobiologische Pflanzenschutzmittel auf dem Vormarsch

Mikrobiologische Pflanzenschutzmittel wachsen im Vergleich schneller. Mit 34 Prozent nimmt die Verwendung zum Schutz von Feldfrüchten den größten Teil im betrachteten Segment ein. Auf dem zweiten Platz rangieren Schutzmaßnahmen für Gemüse.

Kline machte insgesamt 150 Unternehmen aus, die einen relevanten Marktanteil einnehmen. Damit ist der Markt stärker zersplittert als im Hinblick auf herkömmliche Pflanzenschutzmittel. Auch der Chemie-Gigant BASF dringt in den Markt vor.