Pflanzenschutzmittelindustrie setzt sich Ziele bis 2030

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14 Milliarden Euro sollen unter anderem in neue Technologien investiert werden. Foto: liu xiaozhong / Pixabay

Die Pflanzenschutzmittelindustrie hat sich deutliche Ziele zur Unterstützung des europäischen Grünen Deals der EU bis 2030 vorgenommen. Das gab die European Crop Protection Association (ECPA) kürzlich bekannt. Unter anderem sollen 14 Milliarden Euro in neue Technologien und die Entwicklung nachhaltigerer Produkte fließen.

14 Millarden Euro sollen investiert werden

Es sind ehrgeizige Zusagen zur Unterstützung des europäischen Grünen Deals, die von der ECPA gemacht worden sind. Es sollen binnen der nächsten zehn Jahre vor allem neue Technologien gefördert und nachhaltigere Produkte entwickelt werden. Das Investitionsvolumen, welches dazu geleistet werde, betrage ganze 14 Milliarden Euro, so die ECPA in einer Meldung. Zusätzlich plane man im Hinblick auf das "Vom Hof auf den Tisch"-Programm und die Biodiversitätsstrategie der EU auch, die Abfallentsorgung zu beschleunigen und das Ausbildungsniveau der europäischen Landwirte zu verbessern. „Mit ihrem ehrgeizigen europäischen Grünen Deal hat die Europäische Kommission den Startschuss für eine nachhaltigere, klimaneutrale Zukunft der EU gegeben“, erklärt Géraldine Kutas, Director General der ECPA.

ECPA stellt Maßnahmen unter Leitmotive

„Es ist uns ein ernstes Anliegen, einen Beitrag zu den politischen Initiativen des Grünen Deals zu leisten und uns an die entsprechenden Vorgaben zu halten. Deshalb haben unsere Unternehmen gemeinsam ihre eigenen freiwilligen, branchenspezifischen und messbaren Ziele zur Unterstützung des Deals entwickelt“, erklärt Kutas weiter. Insgesamt beschloss die ECPA Maßnahmen, die dem Sektor in der anstehenden Dekade in den Kernbereichen der innovativen Agrartechnologien, der Kreislaufwirtschaft und des besseren Schutzes von Mensch und Umwelt als Leitmotiv dienen sollen.

Bereich Innovation und Investitionen 

Durch die Unterstützung von Innovationen und den Einsatz von Digital- und Präzisionswerkzeugen sowie von Biopestiziden soll das Bestreben der Europäischen Kommission nach digitalen und umweltfreundlichen Technologien zur Wiederherstellung gesunder Natur gefördert werden. Zehn Milliarden Euro werden bis 2030 in Innovationen im Bereich Präzisions- und Digitaltechnologien fließen, weitere 4 Milliarden Euro werden im Bereich Biopestizide investiert. Allerdings stellt die ECPA zeitgleich auch Forderungen an die Politik.

Bereich Kreislaufwirtschaft 

Die Sammelquote für leere Pestizid-Kunststoffbehälter soll auf 75 % erhöht werden. Zudem soll eine Kreislaufwirtschaft in den EU-Mitgliedsstaaten eingeführt werden, in denen derzeit noch kein Sammelsystem besteht. Dieses solle bis 2025 eingerichtet werden. So soll der Abfall und der Ressourcenverbrauch verringert werden, sowie die Umweltbelastung durch Kunststoffverpackungen minimiert werden.

Bereich Schutz von Mensch und Umwelt 

Durch Schulungen von Landwirten in Bezug auf die Umsetzung der integrierten Schädlingsbekämpfung, den Wasserschutz und die Bedeutung der persönlichen Schutzausrüstung (PPE) möchte man die Exposition weiter minimieren und das Risiko des Einsatzes von Pestiziden verringern.

Forderung nach geeignetem europäischem Rechtsrahmen

„Für unsere Unternehmen stellen diese Maßnahmen eine Herausforderung dar. Wir setzen uns jedoch für unsere Ziele ein und fordern die Europäische Kommission auf, eine nachhaltige Landwirtschaft mit den geeigneten rechtlichen Rahmenbedingungen zu unterstützen, damit die Innovation auch bei den Landwirten ankommt“, erklärt Kutas. „Dies ist erst der Anfang. Wir werden die Fortschritte unserer Industrie im Laufe der kommenden zehn Jahre genau beobachten und transparent mitteilen, wie weit wir gekommen sind", betont die Direktorin der ECPA abschließend. Weitere Informationen zu den Zielen finden Sie unter diesem Link.