Pflanzenschutz

Pflanzenschutztipp: Zierpflanzenbau

Impatiens walleriana: Der im Beratungsgebiet des Pflanzenschutzdienstes NRW zurzeit an gefüllten Impatiens walleriana auftretende Falsche Mehltau-Pilz, konnte als Plasmopara obducens bestimmt werden. Der Pilz kann erfahrungsgemäß latent (das heißt symptomlos) längere Zeit in Pflanzen vorhanden sein und wird als schwierig zu bekämpfen eingestuft. Plasmopara obducens ist in der Vergangenheit beispielsweise in NRW noch nicht nachgewiesen worden. Daher ist zumindest in nordrhein-westfälischen Betrieben zu klären, ob die Primärinfektionen an den Jungpflanzen nicht bereits vor Lieferung stattgefunden haben (Bekämpfungsmöglichkeiten siehe TASPO 14/07).

?Hibiscus rosa-sinensis: In einem Hibiscus rosa-sinensis-Bestand konnte das Hibiscus chlorotic ringspot carmovirus (HCRSV) nachgewiesen werden. Blätter zeigen auffallend chlorotische Ringflecken oder Adernvergilbungen. Da bei einigen Sorten aber ähnliche, physiologisch begründete Blattzeichnungen vorkommen können, ist bei Auftreten derartiger Symptome eine labortechnische Untersuchung anzuraten. Carmoviren werden mechanisch bei Kulturarbeiten wie Stecklingsschnitt oder Stutzen übertragen. Tierische Vektoren wie Blattläuse oder Thripse spielen keine Rolle. Bisher ist das Virus in Deutschland nicht verbreitet und sonstige Nachweise bei Zierpflanzen auf Hibiscus beschränkt geblieben.