Pflanzenschutz

Pflanzenstärkungsmittel: IBMA warnt vor teurerer Zulassung

Im Juni 2011 tritt die neue EU-Verordnung zu Pflanzenschutzmitteln in Kraft, die einen wichtigen Fortschritt für Ökologie und Verbraucherschutz darstellen soll. Allerdings, so warnt der IBMA, der Dachverband der Biopflanzenschutzmittelhersteller in Deutschland und Österreich, könnten durch die neue Verordnung auch alternative Pflanzenstärkungsmittel einem neuerlichen aufwändigen Prüfungsverfahren unterzogen werden. So würde etwa die Zulassung eines einfachen Algen- oder Pflanzenextraktes in Zukunft bis zu einer Million Euro kosten.

Bisher hat laut Aussagen des Verbandes das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für solche biologischen Produkte ein vereinfachtes und gut funktionierendes Zulassungsverfahren praktiziert. Die dort publizierte Liste wurde von mehreren EU-Staaten übernommen (www.bvl.bund.de).

"Wir begrüßen die neue EU-Richtlinie grundsätzlich, da sie mehr Ökologie und Verbrauchersicherheit bringt", sagt Jürg Huber, der Präsident des IBMA. "Wir wünschen uns jedoch, dass Pflanzenstärkungsmittel im Rahmen der neuen EU-Verordnung auch in Zukunft ein vereinfachtes Zulassungsverfahren durchlaufen - beispielsweise im Rahmen der "Low Risk"- Kategorie. Denn von diesen Produkten geht kein Risiko für Mensch und Umwelt aus."

Der Einsatz solcher Mittel sei für Bio-Betriebe sowie für viele, integriert produzierende Betriebe unverzichtbar.