Pflanzenschutz

Pilzerkrankung kehrt mit Macht zurück

Buchsbaum zeichnet sich durch Anspruchslosigkeit an Standort und Pflege aus. Aus diesem Grund wird er seit vielen Jahren von Hobby- und Profigärtnern an allen möglichen Standorten eingesetzt. Jedoch hat sich in den letzten beiden Jahren eine gefährliche Pilzkrankheit eingeschlichen, die zu einem plötzlichen Blattabwurf führt. Buchsbäume haben es in Dortmund zurzeit leider wieder schwer, berichten die dortigen Friedhofsgärtner. Nach den teilweise verheerenden Schäden am Buchsbaumbestand auf den Dortmunder Friedhöfen hatten die intensiven Sofortmaßnahmen der Dortmunder Friedhofsgärtner zunächst erstklassige Ergebnisse erzielt. "Es sah über weite Strecken so aus, als hätten wir diesen in 2006 erstmalig bei uns aufgetretenen Buchsbaumpilz besiegt", sagt Martin Struck, Geschäftsführer der Friedhofsgärtner Dortmund. Seit einigen Tagen jedoch zeigt sich, dass diese Hoffnung verfrüht war. Denn erneut ist zu beobachten, wie Buchsbäume durch plötzliches Absterben der Blätter auf Regenfälle reagieren. Die Ursache der Erkrankung ist ein Pilzbefall (Cylindrocladium buxicola), der in den letzten Tagen optimale Witterungsbedingungen vorfand. Seine Sporen werden "durch Wind verbreitet und dringen in die Triebe und Blätter ein. Vor allem nach einem Rückschnitt der Gehölze gibt es besonders viele Eintrittspforten an den Pflanzen", informieren die Friedhofsgärtner Dortmund und der Pflanzenschutzdienst Nordrhein-Westfalen. Die Folge seien braune Blattflecken und Strichelungen an den Trieben sowie im weiteren Verlauf das Absterben ganzer Triebe und Äste. Bei Temperaturen um 25 Grad Celsius und nassen Blättern erfolgt ein rasanter Verlauf der Krankheit. Die Braunfärbung der Blätter als erstes Befallssymptom ist schwer zu erkennen. Wenn die Blätter absterben, ist der Befall bereits weit fortgeschritten. Dann hilft nur noch ein kräftiger Rückschnitt der befallenen Pflanzenteile. "Außerdem ist es sehr wichtig, dass gesamte herabgefallene Laub sorgfältig zu entfernen, da der Pilz durch Dauersporen mehrere Jahre im Boden und an den verrottenden Blättern überdauern kann", erklärt Struck. Dass nicht jeder Buchsbaum gleichermaßen befallen ist, habe übrigens einen ganz einfachen Grund: Nicht alle Arten sind für den Pilz anfällig. Aus diesem Grund kann es beispielsweise auch Grabstellen geben, auf denen die Buchsbäume ganz unterschiedliche Grade der Erkrankung aufweisen. "Gräber, welche von uns in Dauergrabpflege betreut werden, werden die Friedhofsgärtner Dortmund so gut wie möglich vor dem Buchsbaumpilz zu schützen versuchen", versichert Struck.

Mehr Infos unter Tel.: 0231-5622930, Internet: www.fg-do.de