Pflanzenschutz

Quarantäne-Erreger: „Jordan-Virus“ jetzt absicherbar

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Die Gartenbau-Versicherung erweitert ihr Versicherungsangebot zu den Schaderregern Xylella fastidiosa, Asiatischer Laubholzbockkäfer, Zitrusbockkäfer und Asiatischer Moschusbockkäfer. Ab diesem Monat ist auch das leicht übertragbare „Tomato brown rugose fruit virus“ (ToBRFV) oder „Jordan-Virus“ absicherbar.

Jordan-Virus erstmals 2018 in Europa aufgetreten

Nachdem das Jordan-Virus in Europa erstmals im vergangenen Jahr am Niederrhein aufgetreten war, hat die Gartenbau-Versicherung reagiert und ihren Versicherungsschutz erweitert. Betriebe mit Gewächshaus- und/oder Freiland-Produktion können sich ab diesem November gegen die Folgen des Jordan-Virus bei der Gartenbau-Versicherung (GV) absichern, teilt diese mit.

Das Jordan-Virus oder „Tomato brown rugose fruit virus“ (ToBRFV) besitzt laut Julius Kühn-Institut ein hohes Risiko, da es extrem leicht übertragbar sowie sehr ausdauernd ist. Damit stellt es ein großes Schadpotenzial für Betriebe dar. Es befällt vor allem Tomaten-Pflanzen, wurde aber auch bereits an Paprika-Pflanzen festgestellt. Typisch sind die Verfärbungen und Deformationen der Früchte sowie die Mosaikfärbungen der Blätter.

EPPO nimmt Jordan-Virus in Warnliste auf

Seit Januar dieses Jahres steht es auf der Warnliste der EPPO, der Pflanzenschutz-Organisation für Europa und den Mittelmeerraum. Notfallmaßnahmen seitens der EU traten ab 1. November in Kraft.

Die Gartenbau-Versicherung hat, so erläutert sie, mit diesem Schritt ihre seit Frühjahr vergangenen Jahres bestehenden Deckungsmöglichkeiten im Rahmen der Versicherungsprodukte Hortisecur G (Gewächshaus) und Hortisecur F (Freiland) an den veränderten Bedarf in der Branche angepasst. Zu den bereits versicherbaren Schaderregern Xylella fastidiosa, Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis, ALB), Zitrusbockkäfer (Anoplophora chinensis, CLB) und Asiatischer Moschusbockkäfer (Aromia bungii, AMB) kommt nun das Jordan-Virus hinzu.

Zu tilgende Pflanzen künftig Bestandteil des Versicherungsschutzes

Auch wurden nach Angaben der Gartenbau-Versicherung die bisherigen Leistungen in diesem Zusammenhang erweitert: Zukünftig sind die durch behördliche Anordnung direkt zu tilgenden Pflanzen Bestandteil des Versicherungsschutzes. Die genannten Veränderungen gelten den Angaben zufolge auch bei bereits abgeschlossenen Verträgen.

Für den genannten Versicherungsschutz hätten sich seitdem über 1.000 Betriebe entschieden, informiert die Gartenbau-Versicherung.