Pflanzenschutz

Ressourcenschonendes Pflanzenschutzsystem prämiert

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Das ressourcenschonende Pflanzenschutzsystem „Connected Crop Protection mit Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager“ wird im Rahmen der Agritechnica mit einer Goldmedaille für Agrartechnik-Neuheiten ausgezeichnet. Es soll nicht nur eine präzise, zielorientierte und termingerechte Ausbringung der Pflanzenschutzmittel möglich machen, sondern durch die Kombination von Schlüsseltechnologien gleichzeitig für eine ressourcenschonende Umsetzung des Pflanzenschutzes sorgen – von der Diagnose bis hin zur Dokumentation.

Connected Crop Protection mit Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager. Foto: DLG

Entwickelt wurde das prämierte System zur ressourcenschonenden Pflanzenschutzmittel-Applikation gemeinschaftlich von John Deere, BASF, dem Informationssystem Integrierte Pflanzenproduktion (ISIP), dem Julius Kühn-Institut (JKI), der Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP) sowie dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL). Koordiniert wurde das Projekt von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Silber für zwei weitere BLE-koordinierte Projekte

Zwei weitere, ebenfalls von der BLE als Projektträger koordinierte Projekte erhalten im Rahmen der Agritechnica, die vom 10. bis 14. November in Hannover stattfindet, jeweils eine Silbermedaille. Prämiert wird einmal das Unternehmen Dammann für die Entwicklung eines neuartigen Pflanzenschutzsystems mit Direkteinspritzung. Dieses ermöglicht die teilflächenspezifische Ausbringung von drei unterschiedlichen Pflanzenschutzmitteln ohne lange Schalt- und Reinigungszeiten. Zudem arbeitet das System vollautomatisiert und lässt sich über ein Terminal bedienen.

Daneben konnte das elektrisch angetriebene, von der Firma Zürn entwickelte  Getreideschneidwerk „i-Flow“ die DLG-Expertenkommission – die nach strengen Kriterien über die Vergabe der Medaillen für besonders überzeugende Agrartechnik-Neuheiten entscheidet – überzeugen. In dem mit Silber ausgezeichneten Schneidwerk sind den Angaben zufolge zum ersten Mal alle drehenden Antriebe elektrifiziert und somit flexibel in Drehzahl und Drehmoment. Außerdem können sie untereinander „kommunizieren“, wodurch sich in Praxisversuchen Ernteleistung, Bedienkomfort und Haltbarkeit deutlich verbessern ließen.

Fachforen für nachhaltige Landwirtschaft

Außer den genannten Medaillengewinnern präsentiert die BLE als Projektträger auf der Agritechnica noch weitere Projektergebnisse für eine nachhaltige Landwirtschaft in den Fachforen „Pflanzenbau live“ (Halle 15, Stand G31) sowie „Technik & Management“ (Halle 08, Stand A05). Zu den dort vorgestellten Themen gehören unter anderem die Prozessoptimierung, Pflanzenschutzausbringung, Datenauswertung oder das Resistenzmanagement für Unkräuter.

Zudem werden spezielle Ökolandbau-Fachforen aktuelle Themen aus BÖLN-Forschungsprojekten – darunter Techniktrends für den Bio-Ackerbau, erfolgreiche Vermarktungskonzepte sowie den Eiweißpflanzenanbau in Deutschland – aufgreifen. Eine Übersicht der einzelnen Foren ist auf der Webseite der Agritechnica zu finden.