Pflanzenschutz

Basamid: Hoffnung auf Zulassung

Die Chancen für die Baumschulen, dass das dringend benötigte Bodenentseuchungsmittel Basamid doch wieder eine reguläre Zulassung erhält, scheinen zu wachsen. Darauf machte der Präsident des Bundes deutscher Baumschulen, Karl-Heinz Plum, in seinem Geschäftsbericht auf der Wintertagung seines Verbandes aufmerksam.

Nach jetzigem Kenntnisstand scheinen die Aussichten für eine reguläre Zulassung dieses Pflanzenschutzmittels in 2009 besser als noch vor Jahresfrist, so Plum. Denn die herstellende Firma habe inzwischen weitere Testergebnisse den Zulassungsbehörden zur Verfügung gestellt. Im Hinblick darauf sei davon auszugehen, dass die Baumschulen im Jahre 2009 in jedem Falle wieder über das Pflanzenschutzmittel verfügen können, meinte er, und sei es erneut durch eine befristete Zulassung gemäß Paragraf 11 Abs. 2 Pflanzenschutzgesetz (Gefahr im Verzug), falls die reguläre Zulassung bis dahin noch nicht erfolgt sein sollte.

Benötigt wird das Bodenentseuchungsmittel jedenfalls recht bald, machte Bernd Schrader vom BdB-Fachausschuss "Landschafts- und Wildgehölze" in seinem Bericht deutlich. Es wird jetzt zur Frühjahrsbestellung unbedingt gebraucht, wenn die Flächen beispielsweise für die neuen Aufzuchten (Jungpflanzen, Aussaaten) vorbereitet werden müssen. Dabei geht es nicht nur um Probleme wie Bodenmüdigkeit, sondern auch um Verticillium und andere Erreger im Boden, die eine Bodenentseuchung bei Aussaaten "unabdingbar" machten. Wie Schrader zur Zulassungssituation von Basamid ergänzte, sind die Lizenzrechte von einer japanischen Firma aufgekauft worden, wobei der Vertreiber Compo in Abhängigkeit zu dieser Lizenz stehe. Die lang-fristige Zulassung soll nach Schraders Informationen beantragt werden.