Pflanzenschutz

Rosen auf Abstand gebracht: Projekt zum umweltfreundlichen Anbau im Wasserschutzgebiet

Bessere Qualität, keine Ertragseinbußen und geringere Aufwandmengen für Pflanzenschutz und Düngung. So lautet das Fazit von Werner Ruland zur Umstellung seiner konventionellen Rosenproduktion auf umweltfreundlichen Anbau. Wichtigste Maßnahme des Projektes ist die Verdoppelung des Abstands zwischen den Reihen auf 1,60 Meter. Bis zum Sommer soll die komplette Rosenfläche von rund zehn Hektar umgestellt sein. Das Projekt „Umweltschonender Rosenanbau“ ist eines von mehreren, das aus der Kooperation zwischen Gartenbau beziehungsweise Landwirtschaft und der Stadtwerke Duisburg AG hervorgeht. Erfahrungen und Ergebnisse stellten die Kooperationspartner am 18. Mai 2005 auf dem Betriebsgelände im Duisburger Süden vor. Die Anbauflächen von Rosen Ruland liegen im Grenzbereich der Städte Duisburg und Düsseldorf. Da das Grundwasser aus diesem Gebiet den Trinkwasserbrunnen der Duisburger Stadtwerke zufließt, unterstützen die Stadtwerke verschiedene Maßnahmen zum vorbeugenden Trinkwasserschutz. Nach Auskunft von Hauptabteilungsleiter Paul Düperthal ist es wesentlich sinnvoller und kostengünstiger, Schadstoffeinträge ins Wasser zu verhindern, als sie nachträglich aus dem Wasser zu entfernen. Im Betrieb Ruland konnten durch die Umstellung der Anbauweise verschiedene umweltschonende Effekte erzielt werden. Der größere Abstand zwischen den Reihen bewirkt unter anderem ein besseres Durchlüften der Kultur, die Pflanzen können besser abtrocknen, Krankheiten treten seltener auf. Die Pflanzen sind insgesamt robuster und die Triebe kräftiger.