Pflanzenschutz

Rückstandshöchstmengen vereinheitlicht

Die Vereinheitlichung der Rückstandshöchstmengen in Europa schreitet voran. Die Europäische Kommission hat nunmehr einen Vorschlag zur Änderung der Verordnung 396/ 2005 über Höchstgehalte an Pflanzenschutzmittelrückständen vorgelegt. In diesem Vorschlag werden nun die noch fehlenden "vorläufigen Rückstandshöchstmengen" festgesetzt. Vorläufige Rückstandshöchstmengen sind für all jene Pflanzenschutzmittel erforderlich, die auf europäischer Ebene noch nicht abschließend geprüft sind, deren Prüfung auf nationaler ebene allerdings abgeschlossen ist. Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde hat diese "vorläufigen Rückstandshöchstmengen" überprüft und für sicher befunden, womit nunmehr bis zu deren endgültiger Festsetzung in einer Übergangszeit diese als einheitliche europäische Höchstmengen gelten. Damit, so der Bundesausschuss Obst und Gemüse, geht die Harmonisierung der Rückstandshöchstmengen in Europa in die Endphase. Nach dem vorläufigen Zeitplan, so der Bundesausschuss Obst und Gemüse, ist vorgesehen, dass die EU-Kommission auf der nächsten Sitzung des ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und die Tiergesundheit den Vorschlag zur Änderung der Verordnung über die Höchstgehalte an Pflanzenschutzmittelrückständen zur Abstimmung stellen wird. Nach der Abstimmung würde dann die Verordnung sechs Monate nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union wirksam werden. Dies hieße, dass es ab diesem Zeitpunkt - also voraussichtlich Mitte 2008 - in Europa nur noch einheitliche Rückstandshöchstmengen für Pflanzenschutzmittel geben wird. Damit, so der Bundesausschuss Obst und Gemüse, ist die Unsicherheit aber auch die Ungleichbehandlung von Erzeugern in Europa beendet, und es gilt ein einheitliches hohes Sicherheitsniveau bei Pflanzenschutzmittelrückständen.