Pflanzenschutz

Russisches Importverbot: Unterglasanbau nicht betroffen

Trotz des von Russland am 1. Juli verhängten unbefristeten Importverbotes für Baumschulware aus Mitgliedsländern der EU findet Ende August im Moskauer All Russian Exhibition Center die diesjährige Flowers IPM Moskau statt. Obwohl zwischen der Russischen Föderation und der Europäischen Kommission keine speziellen Vereinbarungen getroffen wurden, sind nach Angaben der Messe alle Aussteller weiterhin dabei. Grund dafür dürfte sein, dass der Importstopp nicht für Schnittblumen und Topfpflanzen aus dem Gewächshaus gilt. 

Sowohl das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) als auch Union Fleurs teilten mit, dass die Russische Föderation dies in einer Mitteilung vom 11. Juli an die Europäische Kommission klarstellte. So seien lediglich Obstgehölze, Zierpflanzen und Forstgehölze mit Herkunft aus der EU vom Importverbot betroffen, die aus dem Freiland stammen. Genauen Aufschluss über die betroffenen Produkte gibt eine CN-Code-Liste des russischen Pflanzenschutzdienstes Rosselkhoznadzor.

Laut des BMELV sei zu beachten, dass die vom Verbot ausgenommene Unterglasware trotzdem die bestehenden phytosanitären Einfuhranforderungen erfüllen muss. Somit würden die Pflanzenschutzdienste auf Grund eines möglichen Befalles mit Franklinella occidentalis weiterhin keine Pflanzengesundheitszeugnisse für blühende Pflanzen ausstellen. Darüber hinaus gibt das BMELV an, dass die Europäische Kommission weiterhin in Verhandlungen mit der Russischen Föderation zum Thema Importverbot steht. (ts/jl)