Pflanzenschutz

Russisches Importverbot wird aufgehoben

Seit dem 1. Mai 2005 können Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse aus Deutschland wieder in die Russische Föderation ausgeführt werden. Das teilte der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium, Alexander Müller, am 11. April in Berlin nach der Unterzeichnung eines deutsch-russischen phytosanitären Memorandums mit. Diese Vereinbarung wurde den Angaben zufolge nach intensiven Verhandlungen mit dem Leiter des Föderalen Dienstes für veterinärrechtliche und phytosanitäre (pflanzengesundheitliche) Überwachung der Russischen Föderation, Sergej A. Dankwert, getroffen. Um das deutsche System der phytosanitären Ausfuhrkontrollen langfristig und substanziell zu verbessern, würden derzeit mit den zuständigen Kontrollbehörden Leitlinien für die Kontrollverfahren erstellt. „Die Verbesserungen müssen auch nachhaltig sichergestellt werden“, sagte der Staatssekretär. Hierzu sei es erforderlich, in Deutschland eine zusätzliche nationale Überwachung der Kontrollqualität in Form einer Auditierung einzuführen. Für den raschen Austausch relevanter phytosanitärer Informationen wurde in den Verhandlungen die Einrichtung einer jeweiligen Kontaktstelle in Deutschland und in der Russischen Föderation vereinbart. Parallel liefen Verhandlungen auf EU-Ebene zur EU-Vereinheitlichung der phytosanitären Zeugnisse, die mit der Zeichnung eines Memorandums zwischen der EU und der Russischen Föderation am 15. März 2005 abgeschlossen wurden.