Pflanzenschutz

Saatgut: Verbot für Neonikotinoide

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Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt schiebt Saatgut, das mit Neonikotinoiden behandelt wurde, nun definitv den Riegel vor. Seit 2015 hatte lediglich eine diesbezügliche Eilverordnung bestanden.

Durch die neue Verordnung, dass künftig neonikotinoidhaltiges Saatgut untersagt, will das BMEL den Bienenschutz fördern. Foto: Dmytro Smaglov Fotolia

Saatgut: Verbot für Neonikotinoide Erfolg für Bienenschutz

Das Bundeslandwirtschaftsministerium feiert die Unterzeichnung der Verordnung als Erfolg für den Bienenschutz. Sie bewahre die Tiere vor Neonikotinoid-haltigem Staub, der bei der Aussaat von Wintergetreide entstehen kann. Die Regelung stellt eine Verschärfung der bestehenden EU-Vorschriften dar.

Schmidt: Bienen wichtig für den Anbau von Obst und Gemüse

„Der Schutz der Bienen liegt mir besonders am Herzen, denn ihr Wert für die Natur und die Menschen ist enorm: Rund 80 Prozent unserer Pflanzen müssen bestäubt werden, damit wir Obst und Gemüse ernten können. Deshalb kämpfe ich schon lange für den Bienenschutz. Im Sommer 2015 habe ich eine Eilverordnung erlassen, die Bienen vor Neonikotinoid-haltigem Staub schützt. Jetzt mache ich aus dieser befristeten Eilverordnung ein dauerhaftes Verbot: Einfuhr und Aussaat von Wintergetreide-Saatgut, das mit in Deutschland nicht zugelassenen Neonikotinoiden behandelt wurde, sind künftig ausnahmslos verboten. Das ist ein großer Erfolg für den Bienenschutz und gleichzeitig für die Bauern, die auf die Bestäubung ihrer Pflanzen durch Bienen angewiesen sind“, sagte Schmidt in diesem Zusammenhang.