Pflanzenschutz

Sonderkulturen: Bayer baut Marktposition aus

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Sowohl im Ackerbau als auch bei den Sonderkulturen konnte Bayer seine Marktposition ausbauen, wie Dr. Helmut Schramm, Geschäftsführer von Bayer CropScience Deutschland, auf dem Jahres-Pressegespräch in Deidesheim bekannt gab.

Bayer CropScience blickt zufrieden auf das Jahr 2015 zurück. Foto: Bayer

Pflanzenschutzmarkt in Sonderkulturen 2015/2016

„Das Jahr 2015 war geprägt von einer ausgeprägten Hitze- und Trockenheitsphase, die den Kulturen teilweise stark zusetzte. Trotz der knappen Wasserversorgung waren die Naturalerträge befriedigend bis gut. Die Preisentwicklung in einzelnen Bereichen (z. B. Fasswein) verhinderte jedoch teilweise zufriedenstellende Ergebnisse. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung nahm der Hopfen, auch einzelne Gemüsearten entwickelten sich preislich unter trockenheitsbedingten Angebotsverknappungen positiv“, sagte Georg Beer, Vertriebsteamleiter Sonderkulturen, zu Beginn seines Vortrags.

Bayer führt Luna Sensation und Movento SC ein

Bayer führte 2015 Luna Sensation in Erdbeeren, Spargel, Salat und Buschbohnen sowie Movento SC im Zuge einer Notfallgenehmigung in Äpfeln und Erdbeeren ein. Geringer Befallsdruck führte im vergangenen Jahr allerdings zu einer verminderten Anwendung von Bayer-Produkten. Deshalb schrumpfte der Markt um runde vier Prozent, während er in den Jahren zuvor gewachsen war.

Bayer CropScience: Integrierte Kulturlösungen spielen größere Rolle

„Mittelfristig wird in unserem Leistungsangebot das Konzept der Integrierten Kulturlösungen eine größere Rolle spielen. Dabei geht es um die intelligente Verknüpfung von Biologikas mit klassischen Pflanzenschutzprodukten in den Spritzfolgen und -strategien. Damit verknüpfen wir die Erwartung, dass es noch besser gelingt, bisher nur unzureichend bekämpfbare Erreger zu kontrollieren, sodass die Ernteverluste auf dem Feld und im Lager oder während des Transportes vermindert und die Qualitätsparameter verbessert werden können.

Auch die Einhaltung von Rückstandshöchstwerten fällt damit möglicherweise leichter. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch das Resistenzmanagement, das gerade bei Erregern, die in einer Spritzfolge bekämpft werden müssen, mit zusätzlich eingebauten Biologikas sicherer wird. Am Bespiel der Pilzbekämpfung im Salat und in Buschbohnen werden Möglichkeiten aufgezeigt, die bereits praxistauglich sind“, sagte Beer weiter.

Contans WG gegen Sclerotinia Arten

Contans WG – biologische Kontrolle von Sclerotinia-Arten. Im Oktober 2015 hat Bayer CropScience mit der Vermarktung von Contans WG, einem biologischen Fungizid zur Bekämpfung von Sclerotinia-Arten, in Deutschland begonnen. Die Zulassung  wurde für verschiedene Salatarten unter Glas erteilt. Auf Basis von Artikel 51 des Pflanzenschutzgesetzes (Ausweitung des Geltungsbereichs auf geringfügige Verwendung) ist die Anwendung von Contans WG aber breit in allen Sclerotinia-anfälligen Gemüse- und Zierpflanzenarten sowohl unter Glas als auch im Freiland genehmigt.

Als Besonderheit können, bei starkem Befall, auch die Sclerotinia-infizierten Ernterückstände behandelt werden. Das Mittel ist inzwischen in 20 Ländern zugelassen. „In der behandelten Bodenschicht können so innerhalb von acht bis zwölf Wochen 80 bis 95 Prozent der Sklerotien zerstört werden“, ist sich Birte Tschentke sicher, Market Development Managerin für Gemüse und Zierpflanzen der Bayer CropScience Deutschland GmbH.