Pflanzenschutz

TASPO TV-Tipp: Ferntransport gravierend?

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Der Ferntransport von Pestiziden bleibt ein Zankapfel zwischen Bio-Erzeugern, konventioneller Landwirtschaft und Industrie. Nun schaltet sich ZDFzoom mit der Dokumentation
„Es stinkt - Dicke Luft in Deutschland“ (Mittwoch 12.10.2016, 22:45 - 23:15 Uhr) in die Diskussion mit ein.

Sind Bio-Fenchelkulturen extrem oder kaum belastet? Beim Ferntransport von Pestiziden scheiden sich die Geister.

ZDF: Ferntransport chemischer Pflanzenmittel außer Kontrolle

Im Beschreibungstext der Sendung wird bereits die Marschrichtung vorgegeben: „Chemische Pflanzenschutzmittel sind außer Kontrolle geraten. Fenchel ohne Pestizidrückstände, der für Säuglingstee benötigt wird, ist in Deutschland so gut wie nicht mehr herstellbar, weil die Unkrautvernichtungsmittel im Herbst überall in Deutschlands Luft sind. Die unsichtbare Ausbreitung der Gifte fiel bei Qualitätskontrollen auf – mitten in der brandenburgischen Schorfheide, einem der größten zusammenhängenden Bioanbaugebiete Deutschlands“.

BASF: Nur Einzelfälle der Verunreinigung von Fenchelkulturen bekannt

Ein Statement des Pendimetahlin-Herstellers BASF liegt bereits vor. „Bei großflächig angelegten Monitorings der letzten Jahre wurden bei 16.000 Proben von unbehandelten Kulturen lediglich in 1,2 Prozent der Proben Spuren des Wirkstoffs gefunden. Bei allen Proben lag der ermittelte Wert unter dem gesetzlichen Grenzwert“. Einzelfälle seien dem Unternehmen bekannt.