Pflanzenschutz

Thiacloprid: Zulassung von Calypso geändert

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Nach der Absenkung von Rückstandshöchstgehalten für den Wirkstoff Thiacloprid in verschiedenen Obst- und Gemüsekulturen (EU-Verordnung 2015/1200) hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jetzt reagiert und die Zulassung von zwei Pflanzenschutzmitteln – Calypso und Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso Perfekt AF – verschärft.

Die Anwendung von Calypso ist unter anderem in Endivien nicht mehr zulässig. Foto: Ruud Morijn/Fotolia

Calypso: Änderungen in der Zulassung gelten ab sofort

In bestimmten Kulturen ist die Anwendung nicht mehr zulässig, in anderen Fällen wurde die Wartezeit verlängert. Die Änderungen gelten laut BVL ab sofort. Wo die abgesenkten Rückstandshöchstgehalte nicht eingehalten werden können, mussten laut BVL die Kulturen aus der Zulassung genommen werden.

Für die erwähnte Zulassung von Calypso gilt:

  • Die Anwendung in Grünkohl und Endivien und an Brombeeren unter Glas ist nicht mehr zulässig.
  • Die Anwendung in Kohlrübe und Speiserübe ist nicht mehr zulässig; in dem entsprechenden Anwendungsgebiet lautete die Kultur bisher „Wurzel- und Knollengemüse (ausgenommen: Möhre, Knollensellerie)“; nun heißt es: „Meerrettich, Beten (Rote, Gelbe, Weiße Bete), Topinambur, Wurzelpetersilie, Pastinak, Rettich, Radieschen, Schwarzwurzel, Bocksbart“.
  • Für Busch- und Stangenbohnen im Freiland wurde die Wartezeit von sieben auf 14 Tage erhöht.

Zulässige Anwendungen für Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso Perfekt AF geändert

Für das Pflanzenschutzmittel Bayer Garten Schädlingsfrei Calypso Perfekt AF (auch vertrieben als Bayer Garten Gartenspray Calypso Perfekt, Bayer Garten Orchideen Schädlingsfrei Lizetan AF, Bayer Garten Zierpflanzenspray Lizetan AF 500 Milliliter, Bayer Garten Zierpflanzenspray Lizetan 400 Milliliter, Etisso Schädlings-frei AF und Bayer Garten Orchideen Schädlingsfrei Lizetan 400 Milliliter) gilt nun:

  • Die Anwendung in Endivien, Löwenzahn und Winterportulak ist nicht mehr zulässig; in dem entsprechenden Anwendungsgebiet wurde die Kultur von „Salat-Arten“ geändert in „Salat-Arten (ausgenommen Endivien, Löwenzahn, Winterportulak)“.
  • Die Anwendung in Grünkohl ist nicht mehr zulässig; in dem entsprechenden Anwendungsgebiet wurde die Kultur von „Kohlgemüse“ geändert in: „Pak Choi, Sareptasenf, Mizuna, Kohlrabi, Choy Sum, Komatsuna, Chinakohl, Kopfkohle (Weiß-, Rot-, Spitz-, Rosen- und Wirsingkohl), Blumenkohle“.