Pflanzenschutz

Tomaten im Verbrauchertest: Nur bei einer Probe war zulässige Höchstmenge überschritten

Das Testergebnis sei nicht ideal, könne sich aber sehen lassen. So kommentierte die Stiftung Warentest das Resultat einer Untersuchung zum Thema "Pestizide in Tomaten" (Zeitschrift Test, August 2005). Neun von 25 Proben waren überhaupt nicht, weitere zehn Proben nur sehr gering belastet. Lediglich eine der 25 Proben überschritt die zulässige Höchstmenge und war damit als "stark belastet" einzustufen. Die Prüfer hatten im Mai 2005 Tomaten unterschiedlicher Herkünfte in 25 Einzelhandelsgeschäften gekauft, danach auf über 400 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe untersucht. Grundlage der Beurteilung waren die Rückstands-Höchstmengenverordnung sowie geltende Allgemeinverfügungen gemäß Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz (LMBG). Deutsche Freilandtomaten gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht am Markt. Der Test umfasste dagegen Herkünfte aus Marokko, Israel, Holland, Spanien, Belgien und Türkei. Eine Partie aus deutschem Anbau war ebenfalls dabei. Sie zählte - ebenso wie drei Partien Bio-Tomaten aus Israel, den Kanaren sowie dem spanischen Festland - zu den neun Besten. Also zu jenen neun Partien, bei denen überhaupt keine Pestizide nachgewiesen werden konnten. Den Gegensatz dazu bildete eine bei Minimal gekaufte Partie "Fruitland Packing Runde Tomaten" von den Kanaren. Da war die zulässige Höchstmenge für das Fungizid Difenoconazol überschritten, die Partie somit als "stark belastet" einzustufen. "Deutlich belastet" hieß es bei einer Partie Strauchtomaten aus der Türkei und einer Partie runde Tomaten aus Spanien. Der Artikel in der Zeitschrift Test wies ausdrücklich darauf hin, dass auch bei Überschreitung des Höchstwertes keine direkte Gesundheitsgefährdung besteht.