Tulpenvirus X zäher als erwartet

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Forscher fanden heraus, dass das Tulpenvirus X zäher sei, als bisher angenommen. Foto: PublicDomainPictures / Pixabay

Forscher der Universität Wageningen haben in Kooperation mit Proeftuin Zwaagdijk und dem Blumenzwiebel-Inspektionsdienst (BKD) Untersuchungen an dem Tulpenvirus X (TVX) durchgeführt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Virus länger als ursprünglich angenommen im Boden überleben kann.

Forschung konzentriert sich auf zwei Gruppen von Viren

In ihrer Arbeit mit dem Titel „Für einen virusfreien und verkaufsorientierten Anbau“ war die lange Überlebensdauer des Tulpenvirus X im Boden eines der Ergebnisse, zu dem das Team um die Geschäftsbereiche Gewächshaus-Gartenbau und Biointeraktionen der Universität und Forschung Wageningen zusammen mit Proeftuin Zwaagdijk und dem Blumenzwiebel-Inspektionsdienst (BKD) kam. Die Forschung konzentriert sich dabei auf zwei Gruppen von Viren, zum einen Potex-Viren (einschließlich Tulpenvirus X, Plantago asiatica Mosaikvirus und Hostavirus X) und Potyviren (wie das Tulpenmosaikvirus). Die Forscher untersuchen in ihren Versuchen mögliche Quellen, Kontrolle, Nachweisbarkeit und mögliche alternative Kontrollmaßnahmen und mehr. Die Potex-Viren haben Ähnlichkeiten miteinander, können sich aber auch unterscheiden, zum Beispiel in Bezug auf die Wirtspflanzen.

Virus bis zu acht Monate im Boden nachweisbar

Beim TVX kam das Forscherteam zu dem Schluss, dass dieses Virus in viel mehr Unkrautarten überleben kann als bisher angenommen. Daher sei die Zahl der möglichen Wirtspflanzen hoch. Und die Forschung mit Testpflanzen zeigt, dass das Virus in verschiedenen Bodentypen (Erde, Lehm oder Sand) bis zu drei Monate lang überleben kann. Testpflanzen zeigen, dass das Virus aus dem Boden noch immer in der Lage ist, Pflanzen zu infizieren. Ein PCR-Test, eine sensitive Methode, die DNA nachweist und vermehrt, brachte zum Vorschein, dass das Virus bis zu acht Monate im Boden vorhanden war. Forscher züchten derzeit Tulpen und andere Pflanzen auf dem kontaminierten Boden, um zu untersuchen, ob sie durch den kontaminierten Boden infiziert werden.

Projekt sucht nach Alternativen zur Begrenzung der Virusübertragung

Das Projekt der Wageningen Universität befasst sich zudem auch mit dem Nachweis des Virus in verschiedenen Teilen der Pflanze. Dies ist wichtig für eine optimale Probenahme. Zudem werde auch nach Alternativen zur Begrenzung der Virusübertragung durch Blattläuse sowohl bei der Lilie als auch bei der Tulpe gesucht.