Pflanzenschutz

Umfrage: Wie schützen Sie Ihren Betrieb vor Xylella?

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Auch Betriebe, die einen Überwinterungsservice von Pflanzen anbieten, lassen in Zeiten von Xylella besondere Vorsicht walten. Die TASPO hat bei Unternehmen nachgefragt, die diese Dienstleistung anbieten: Sind Sie beim Thema Xylella sensibilisiert? Wie schützen Sie Ihren Betrieb vor Risiken?

Heinrich Bunzel, Botanikum, München

„Wir beziehen unsere mediterranen Pflanzen ausschließlich aus Italien, und hier ist für den Export unbedingt ein Pflanzenschutzzeugnis (Passaporto delle Piante/EE) notwendig. Pflanzen ohne Pflanzenschutzzeugnis importieren wir nicht.

In der Gärtnerei spritzen wir prophylaktisch gegen Zikadenbefall und achten verstärkt auf Symptome. Wenn Schnittmaßnahmen an der Pflanze vorgenommen werden müssen, werden die Werkzeuge wie Schere und ähnliches sowie die Hände nach der jeweiligen Pflanze desinfiziert. Optisch verdächtige Pflanzen werden von unserem Außenteam nicht angenommen, und die Kunden werden über die Problematik unterrichtet.“

Bianca Seidl, BluBäu Großhandels GmbH, Berlin

„Bislang hatten wir noch keine Überwinterungspflanzen eingelagert, die mit dem Bakterium Xylella befallen waren. Der Gärtner erstellt nach der Abgabe der Pflanzen ein Eingangsprotokoll, in dem auf verschiedene Schadbilder geachtet wird. Sollte in Zukunft das Schadbild entdeckt werden, würde diese Pflanze außerhalb des Gewächshauses ,zwischengelagert‘ werden. Das Pflanzenschutzamt würde informiert werden, weitere Vorgehensweisen wären mit dem Amt abzusprechen.“

Daniel Nothhelfer, Gärtnerei Nothhelfer, Speyer

„Bei uns ist das Bakterium noch nicht aufgetreten. Da es nach unserer Kenntnis noch keine Behandlungsmöglichkeit gibt, würden wir im Bedarfsfall genauso reagieren wie unsere Kollegen in Italien und Spanien:

  1. bei Anfangsverdacht Quarantäne
  2. Vektoren verhindern
  3. bei Verdachtsbestätigung ⇒ Vernichtung durch Verbrennen.“