Pflanzenschutz

Wieder neuer Schädling an Feigen

Feigenbäume (Ficus carica) stehen seit Jahrzehnten im Weinbauklima in den Gärten und haben sich bisher - was den Pflanzenschutz betrifft - weitgehend unproblematisch gezeigt. Klagen gab es meist nur, wenn in schlechten Spätsommern die Feigen nicht richtig ausreifen konnten. Das könnte sich jetzt ändern. Mit dem Feigen-Spreizflügelfalter, Choreutis nemorana, ist ein potentieller Schädling aufgetaucht. Er wurde im August 2006 am Kaiserstuhl entdeckt, wird seit 2008 in der Schweiz und in Österreich gefunden und ist in diesem Jahr an vielen Feigenbäumen anzutreffen. Die gelben, schwarz gepunkteten kleinen Raupen verursachen zunächst eher unauffällige Fraßstellen auf der Blattoberseite einzelner Blattlappen. Diese werden dann später zusammengesponnen, im Inneren haben die Raupen einen geschützten Aufenthaltsplatz. Die lockeren Gespinste mit Kotkrümeln sind meist schon wieder leer, wenn man sie entdeckt. Zur Verpuppung spinnt sich die Raupe wieder in neue, noch unversehrte Blattteile ein. Mehr zu diesem neuen Schädling lesen Sie in der TASPO 35/09.