Pflanzenschutz

Xylella: Pufferzone in Thüringen

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Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft will die weitere Ausbreitung des Feuerbakteriums Xylella fastidiosa schon im Keim ersticken und hat eine Quarantänezone errichtet. Im Juni war der Schadorganismus im angrenzenden Sachsen und damit zum ersten Mal in Deutschland nachgewiesen worden.

Das Feuerbakterium Xylella fastidiosa breitet sich in Europa weiter aus. Foto: EFSA

Xylella fastidiosa: Pufferzone in Thüringen

Als direkte Folge hat die die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) gemeinsam mit der Landesforstanstalt eine Allgemeinverfügung erlassen und im gleichen Zuge gemäß EU-Richtlinie eine Pufferzone im Radius von zehn Kilometern errichtet. Hier dürfen keine Pflanzen mehr entfernt werden, da sie unter Quarantäne stehen. Sollte eine Kontrolle stattfinden, müssen Besitzer die Beamten auf ihr Grundstück vorlassen.

Feuerbakterium wird sehr ernst genommen

„Wir nehmen das Feuerbakterium sehr ernst, auch wenn der in Sachsen aufgetretene Befall in keiner Weise mit den Fällen in Italien oder Frankreich vergleichbar ist. Bisher wurde keine Ausbreitung nachgewiesen. Die Sicherheitsmaßnahmen sind dennoch richtig und wichtig, weil durch das Feuerbakterium hohe wirtschaftliche und landeskulturelle Schäden verursacht werden können“, sagte Agrar- und Forstministerin Birgit Keller anlässlich einer ergangenen Allgemeinverfügung.

Oleander in Sachsen befallen, mögliche Wirtspflanzen werden vernichtet

Die sächsischen Behörden haben inzwischen damit begonnen, mögliche Wirtspflanzen in einer Zone von 100 Metern um den Befallsherd zu entfernen. Das Feuerbakterium war an einer Oleanderpflanze festgestellt worden. Neben Sachsen ist auch Thüringen von der abzugrenzenden Pufferzone im Radius von 10 Kilometern betroffen. Das entspricht in Thüringen einer Fläche von mehr als 16.800 Hektar, die sich auf 24 Gemeinden vollständig sowie 11 Gemeinden teilweise erstreckt. In der Pufferzone werden regelmäßig Kontrollen auf Anzeichen der Erkrankung durchgeführt; alle bisher untersuchten Pflanzen waren frei von Xylella fastidiosa.