Pflanzenschutz

Zahlen 2012 des Pflanzenschutzmarktes

Sowohl weltweit als auch innerhalb Deutschlands nahm der Absatz von Pflanzenschutzmitteln im Jahr 2012 deutlich zu. Die Pflanzenschutzprodukte für Haus und Garten wurden witterungsbedingt jedoch weniger als im Jahr zuvor verkauft. Dies geht aus Informationen von der Jahrespressekonferenz des Industrieverbands Agrar (IVA) sowie aus dessen Jahresbericht 2012/13 hervor.

Blick auf die Entwicklung des Pflanzenschutzmarktes in Deutschland (Netto-Inlandsumsatz der IVA-Mitgliedsfirmen, ausgedrückt in Millionen Euro). Grafik: IVA

Der IVA vertritt die Interessen der agrochemischen Industrie in Deutschland, wobei Pflanzenschutzmittel neben Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie zu den Geschäftsfeldern der 53 Mitgliedsunternehmen zählt. Der Jahresbericht des IVA informiert jeweils über aktuelle Themen dieses Bereichs ebenso wie Zahlen zu Absatz und Verbrauch.

Erstmals überschritt der Nettoinlands-Umsatz der Mitgliedsfirmen des IVA einen Wert von 1,4 Milliarden Euro. Dies waren immerhin über acht Prozent mehr als 2011.

Am stärksten stieg der Absatz von Herbiziden (plus 13,5 Prozent auf 655 Millionen Euro). Eine geringere Zunahme – plus 4,2 Prozent auf 518 Millionen Euro – gab es bei den Fungiziden.

Der 9,2-prozentige Zuwachs bei Insektiziden (auf 155 Millionen Euro) wird vor allem auf die Flächenausdehnung beim Raps und dessen intensiver Behandlung zurückgeführt.

Bei den „Sonstigen Mitteln“, wozu auch die Wachstumsregulatoren sowie Präparate gegen Schnecken zählen, gab es 2,7 Prozent Rückgang auf 73 Millionen Euro.

Den Weltpflanzenschutzmarkt 2012 beziffert der IVA im „vorläufigen Ergebnis“ auf 47,3 Milliarden Dollar (2011 = 38,3 Milliarden Dollar). Umgerechnet auf unsere Währung entspricht dies für 2012 einem Anstieg um 8,7 Prozent auf 36,3 Milliarden Euro (2011 = 33,4 Milliarden Euro). Der Weltpflanzenschutzmarkt verteilt sich wie folgt:

  • Europa (EU 27) = 26,5 Prozent,
  • Asien = 26 Prozent,
  • Lateinamerika = 24,4 Prozent,
  • NAFTA-Länder (USA, Kanada, Mexiko) = 19,1 Prozent,
  • Sonstige (einschließlich Afrika) = vier Prozent.

Der Markt der Pflanzenschutzprodukte für Haus und Garten (einschließlich Balkon und Terrasse) entwickelte sich laut IVA in den letzten drei Jahren wie folgt:

  • 2010 = 99,8 Millionen Euro,
  • 2011 = 118,8 Millionen Euro,
  • 2012 = 109,4 Millionen Euro.

Berechnungsbasis für diese Zahlen sind die Bruttopreise der Hersteller an den Handel.

Rückgänge im Vergleich zu 2011 verzeichnet die Industrie in diesem Bereich bei den Fungiziden/Pilzbekämpfungsmitteln (von 6,2 auf 5,1 Millionen Euro), bei den Schneckenmitteln (von 9,9 auf sieben Millionen Euro) sowie bei den Insektiziden (von 21,6 auf 18,9 Millionen Euro). Prozentuale Verteilung der Umsätze im Jahr 2012 bei Pflanzenschutzmitteln und Biozidprodukten für Haus und Garten:

  • Haushalts-Insektizide = 28,8 Prozent,
  • Herbizide = 24,2 Prozent,
  • Insektizide = 17,3 Prozent,
  • Rodentizide (Mittel gegen Nagetiere wie Ratten, Mäuse und Wühlmäuse) = zwölf Prozent,
  • Molluskizide (Schneckenmittel) = 6,4 Prozent,
  • Fungizide (Bekämpfung von Schadpilzen) = 4,7 Prozent,
  • Sonstige Produkte = 6,6 Prozent

Die Herbizide bleiben mit 26,5 Millionen Euro (2011 = 26,7 Millionen Euro) die für die Industrie umsatzstärkste Produktgruppe innerhalb des Pflanzenschutz-Portfolios für Haus- und Freizeitgärtner, gefolgt von den Insektiziden. (eh)