Baumschulen: TASPO Umfrage zum Gehölzabsatz

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Das Frühjahrsgeschäft macht zwischen 55 und 60 Prozent vom Jahresumsatz der Baumschulen aus. Foto: ExQuisine/Fotolia

Auch dieses Frühjahr hat wieder einmal gezeigt, wie abhängig der Gehölzabsatz vom Witterungsverlauf ist. Schon früh im März kam das Geschäft in den Baumschulen in Schwung, und vielfach prägten dann die Frostnächte im April den weiteren Geschäftsverlauf in vielen Regionen im Bundesgebiet. Die Folge: sehr witterungsabhängige, kurzfristige Order und daher wenig Planungssicherheit.

Das war auch im Großhandel, also dem indirekten Absatz an GaLaBau, Kommunen, Baumschulen und Gartencenter zu spüren. Dies ergab eine TASPO Umfrage zur abgelaufenen Frühjahrssaison in verschiedenen Landesverbänden des Bunds deutscher Baumschulen (BdB).

Schleswig-Holsteins Baumschulen berichten von regionalen Unterschieden

So berichten etwa die Baumschulen Schleswig-Holsteins von regionalen Unterschieden, da die Witterung eine sehr große Rolle gespielt habe. Starke Nachtfröste am 19. und 20. April hätten teilweise zu Schäden geführt. Der Absatz sei in einigen Bereichen wieder ansteigend gewesen.

Auffallend war die lang anhaltende Saison, die im Weiteren eine Verschiebung zur Pflanze im Container auch im Wildgehölz- und Solitärbereich mit sich brachte. Insgesamt lautet die Bewertung nach Schulnoten in der Menge „befriedigend“ und in den Preisen „befriedigend bis ausreichend“. Die Preissituation habe keine Veränderungen gebracht, sie seien in mehreren Bereichen nicht auskömmlich.

Baumschulen Weser-Ems: frostiges Wetter führt zu Versandeinbrüchen

Den Wetteraspekt betont auch der Landesverband Weser-Ems, der den Anteil der Betriebe mit indirektem Absatz mit 85 Prozent angibt. Frostiges Wetter in Süddeutschland habe im April zu Versandeinbrüchen geführt. Insgesamt habe es eine gute Nachfrage gegeben, einige Artikel waren knapp. Hier lautet die Bewertung in der Menge „gut bis befriedigend“ und bei den Preisen „befriedigend“. Die Situation sei unverändert, die Preise eigentlich zu niedrig.

Eine lange Versandzeit stellt der Landesverband Westfalen-Lippe fest, die teilweise eine schwierige Abwicklung mit sich brachte. Spätfrost und Trockenheit beeinträchtigten die Planungen. Etwa 60 Prozent der Baumschulen im Landesverband betreiben indirekten Absatz. Nach Schulnoten für das diesjährige Frühjahrsgeschäft gefragt, ergibt sich ein „gut bis befriedigend“ in der Menge und ein „befriedigend bis ausreichend“ bei den Preisen. Verglichen mit dem Preisniveau im Vorjahr sei dies etwas fallend bis gleich geblieben.

Rege Nachfrage beim Gehölzabsatz an Gartencenter und Einzelhandelsbetriebe

Befragt nach den einzelnen Absatzkanälen, verbuchen Schleswig-Holstein und Weser-Ems im Absatz an Gartencenter und Einzelhandelsbetriebe eine rege Nachfrage. Durch den kalten April habe es für diesen Bereich einen späteren Start gegeben, dafür einen Absatz bis in den gesamten Juni hinein, heißt es aus Schleswig-Holstein.

Dort war der Absatz an den GaLaBau von einer guten Nachfrage im Baumsortiment geprägt, Bodendecker seien komplett geräumt. Die Preissituation habe sich nicht verbessert, große Projekte fehlten weiterhin.

GaLaBau erwartet mehr Service von den Baumschulen

Ähnlich sieht man es auch in Weser-Ems, wo die abgesetzten Mengen an den GaLaBau als gut bezeichnet werden, aber nach wie vor ein Preisdruck zu verspüren ist. Auch Westfalen-Lippe bezeichnet die Situation als insgesamt schwieriger und aufwendiger, da die GaLaBau-Betriebe von den Baumschulen mehr Service erwarten.

Wie sich der Gehölzabsatz an Kommunen und andere Baumschulen, im Exportgeschäft und Direktabsatz sowie in den einzelnen Produktgruppen an den Groß- und im Einzelhandel entwickelt hat, lesen Sie in unserer großen Umfrage zum Frühjahrsgeschäft der Baumschulen in der TASPO 27/2017, die am 7. Juli erscheint.

 

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