Torf: Ernte sinkt um 18 Prozent

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Versorgungsengpässe sind sowohl bei deutschem wie auch bei baltischem Torf zu erwarten. Foto: Peggy Marco/Pixabay

Die Erntesituation bei deutschem Torf bleibt schwierig. Laut einer aktuellen Abfrage rechnen die Mitglieder im Industrieverband Garten (IVG) in diesem Jahr mit einem Rückgang von etwa 18 Prozent, bedingt durch die Witterungsverhältnisse. Auch die Erntemengen in allen drei baltischen Staaten werden deutlich unter den Werten der Vorjahre liegen.

Der Grund seien erhebliche Regenfälle während des Sommers, wie auf dem Baltic Peat Producers Forum, einer bedeutenden Torf-Tagung in Litauen, Ende September bekannt gegeben wurde.

Versorgung bei Torf knapp und rückläufig

Eine erste Abfrage unter den IVG-Mitgliedern zum ersten Halbjahr 2016 ergab, dass es zum damaligen Zeitpunkt noch keine Versorgungsengpässe mit baltischem Torf gab. Dies änderte sich jedoch im weiteren Jahresverlauf deutlich.

Bei deutschem Torf sei die Versorgung seit Jahren ohnehin gewohnt knapp und rückläufig. So gebe es bereits jetzt Engpässe bei der Versorgung mit alternativen Ausgangsstoffen – besonders bei Rinde, sagte IVG-Geschäftsführer Johannes Welsch beim 51. Torf- und Humustag in Bad Zwischenahn.

Nachfrage nach torfreduzierten und torffreien Produkten vornehmlich handelsgetrieben

Die Nachfrage nach torfreduzierten oder torffreien Produkten ist nach Ansicht der Verbandsmitglieder vornehmlich handelsgetrieben. Insbesondere Baumärkte nutzen sie als Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategie, um sich von Wettbewerbern abzugrenzen.

Der Anteil der Verbraucher, die ganz bewusst nachhaltig erzeugte Produkte kaufen, liege derzeit noch bei lediglich elf Prozent – er nehme allerdings zu.

Mehr zum 51. Torf- und Humustag lesen Sie in der TASPO 42/2016, die am 21. Oktober erscheint.

 

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