Aktuelle Gartentrends: Selbstversorgung bleibt hochaktuell

Veröffentlichungsdatum: , Claudia Kordes

Der Nutzgarten gewinnt für den Verbraucher noch mehr an Bedeutung. Foto: Compo

Wildwuchs und Gärtnern für den Klimaschutz bestimmen die Gartentrends 2023, das Thema Hobby Farming und Selbstversorgung bleibt hochaktuell. Erden- und Düngerproduzenten haben entsprechend neue Produkte und Konzepte entwickelt, wie eine aktuelle Umfrage von TASPO GartenMarkt zeigt.

Trend zum naturnahen Garten größer denn je

Seit einer Weile schon zeichnet sich der Trend zum naturnahen Garten ab, der in diesem Jahr größer denn je im Zentrum der gegenwärtigen Gartentrends steht. Mit den Nachrichten rund um den Klimawandel wächst auch das Verständnis für die Notwendigkeit einer lebendigen und artenreichen Natur. So hat der Klimawandel mittlerweile auf die Bepflanzung, die Wahl der richtigen Materialien, aber auch auf die Ästhetik und Nutzung der Gärten einen entscheidenden und signifikanten Einfluss.

Die Hobbygärtner wollen und ihre Gärten sollen zum Umweltschutz beitragen – am liebsten auf regionaler und globaler Skala zugleich. Idealerweise bieten Blüten von Gehölzen, Obst-, Gemüse- und Beerenpflanzen Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten ein reiches Buffet, bereichern selbstangebaute Früchte zuhause Tisch und Tafel. Gleichzeitig sind Gärten so gestaltet, dass sie Kleintieren und Vögeln einen Rückzugsort bieten.

Wertschätzung für die Natur wird neu definiert

Für viele Gärtner und diejenigen, die das Hobby neu entdecken, wird der naturnahe Garten oder zumindest Terrasse und Balkon in der Stadt zunehmend zum wichtigen Zufluchtsort. „Wellbeing“ ist das Zauberwort, das über all dem steht. Aufwogende Trends wie Hobby Farming, Hochbeete und das Gärtnern in schwierigen Zeiten haben außerdem die Wertschätzung für die Natur neu definiert. Die Effekte wirken immer noch nach und setzen sich fort.

Auf Verbraucherseite sollen Produkte für den Garten und damit auch Erden und Dünger umweltfreundlich und aus regionalen Rohstoffen sein und somit Gärtnern ermöglichen, im Einklang mit der Natur zu sein. Torffrei, bio, regional und vegan bei hoher Funktionalität und einfacher Anwendung sind die Produkteigenschaften, die der Verbraucher wünscht.

Weiterer Ausbau des Bio-Sortiments

Auf der Herstellerseite hat dies zur Folge, dass viele Erden- und Düngerproduzenten das Segment Hobby Farming, Bio und Selbstversorgung konsequent ausbauen. Dabei legen sie den Fokus auf hochwertige lokale Einsatzstoffe und Produktionskapazitäten. Gleichzeitig gehen sie Kooperationen und Akquisitionen ein, um Produkte zu entwickeln, deren Rohstoffe aus der Kreislaufwirtschaft gewonnen werden. Grundsätzlich spielen Überlegungen zum Wertstoffkreislauf bei der Entwicklung und Verbesserung von Produkten über die Verringerung von Emissionen bei der Herstellung und den Lieferwegen bis hin zur Verpackung aus PCR-Materialien eine übergeordnete Rolle. Hersteller wie Compo legen eine CO2-Bilanzierung und Berichterstattung als Grundlage für ein langfristiges Maßnahmenpaket zur Reduktion von Emissionen vor.

► Stimmen verschiedener Produzenten zu diesem Thema lesen Sie im Erden & Dünger Spezial in der Januar-Ausgabe von TASPO GartenMarkt.

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