ALB: Bekämpfung erfolgreich

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die Quarantänezone Schönebach wurde zum 1. November 2022 aufgehoben. Foto: Strölin / LfL

In Schönebach haben die Maßnahmen zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) zum Erfolg geführt, wie die zuständige Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mitteilte, wurde die Quarantänezone mit Wirkung zum 1. November 2022 aufgehoben.

Rund 1.000 Bäume gefällt

Mitte Oktober 2018 wurde im Ortsteil Schönebach von Ziemetshausen der Quarantäneschädling ALB erstmals durch einen aufmerksamen Anwohner gemeldet. Am 18. November 2018 wurde schließlich eine Quarantänezone auf Grundlage des Pflanzenschutzgesetzes eingerichtet, die sich über einen Radius von drei Kilometern erstreckte. Innerhalb des Raumes wurden um jeden befallenen Baum Befallszonen von „00 Meter Radius festgelegt. Nachdem erste Fällungen im Februar bereits auf Gemeindegrund vorgenommen wurden, folgten im März entsprechende Maßnahmen im Ortskern. Insgesamt wurden rund 1.000 Laubgehölze gefällt und vor Ort vernichtet. Dabei wurden 279 Larven, 285 Ausbohrlöcher und 5.864 Eiablagen sowie zwei tote Käfer gefunden.


Kontinuierliches Monitoring

Weiter ging es 2015 auf Grundlage des „EU-Durchführungsbeschlusses über Maßnahmen zum Schutz der Union gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Anoplophora glabripennis“ mit der Anpassung der Quarantänezone. Der Radius betrug nun nur noch zwei Kilometer und die Befallszonen selbst nur noch Radien von 100 Metern. Kontinuierlich wurde die Quarantänezone beobachtet und ein genaues Monitoring durch das Pflanzengesundheitsinspektoren-Team der LfL in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) durchgeführt. Neben dem Bodenmonitoring kamen auch Spürhunde, zertifizierte und geschulte Baumkletterer, Pheromonfallen mit Sexuallockstoffen für den ALB und sogenannte „Fangbäume“ zum Einsatz.

Quarantänezone aufgehoben

Insgesamt vier Jahre bestand die Quarantänezone, bis 2016 ein weiterer Fall bestätigt worden war. Daraufhin wurde die Quarantäne nochmals verlängert worden. 2018 wurde schließlich nochmals ein einzelner Käfer in einer Pheromonfalle gefunden. Eine Entscheidung über eine erneute Verlängerung der Quarantäne zog sich länger hin als erwartet, dass im Dezember 2020 ein weiterer Käfer auftauchte. Daraufhin wurde die Quarantäne bis Ende 2022 verlängert. Dies führte zu Unmut in der Bevölkerung und Bürgermeister Ralf Wetzel reichte Klage ein. Im Mai 2021 einigte man sich auf eine Reduzierung des Quarantäneradius auf einen Kilometer und eine Verkürzung der Quarantänelaufzeit um zwei Monate. So lagen fortan viele Waldflächen außerhalb der Quarantänezone. Die Quarantäneauflagen, allen vorweg das Laubholzverbringungsverbot, kann nun direkt nach der Flugzeit des Käfers zum 31. Oktober 2022 aufgehoben werden.

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