BaWü: Unterstützung für Obstbau

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Obstbaubetriebe in Baden-Württemberg erhalten Unterstützung vom Land. Foto: Susanne Mezger

Unterstützung bei einer präventiven Risikovorsorge gegen die Folgen des Klimawandels wird immer wieder gefordert. Baden-Württemberg nehme nun laut eigener Aussage in Deutschland eine Vorreiterrolle ein und schafft ein Pilotprojekt zur Erntesicherung für Obstbaubetriebe.

Pilotprojekt zur Erntesicherung

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auch in diesem Jahr wieder deutlich zu spüren mit Hitzewellen und Trockenheit, sowie vereinzelten Starkregenereignissen und Stürmen. Als eines der größten Anbaugebiete Deutschlands für Äpfel stehen in Baden-Württemberg Obstbaubetriebe in diesem Zusammenhang vor großen Herausforderungen. Wie bereits beim Verbot von Schottergärten geht Baden-Württemberg vor diesem Hintergrund erneut eine Vorreiterstellung in Deutschland ein und schafft ein Unterstützungsprogramm bei der präventiven Risikovorsorge. „Baden-Württemberg hat mit seinem Pilotprojekt zur Ertragsversicherung gegen die Risiken Spätfrost, Sturm und Starkregen im Obst- und Weinbau bundesweit die Vorreiterrolle übernommen. Wir möchten dieses Modell als dauerhaftes Förderprogramm fortsetzen und weiterentwickeln“, erklärt Sabine Kurtz, Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz.

Modellregion Agri-Photovoltaik

Darüber hinaus stellt Baden-Württemberg der Obstbaubranche insgesamt 2,5 Millionen Euro für mehrere Projekte zur Verfügung, die den Sektor vor Umwelteinflüssen wie Starkregen und Hagel schützen sollen. Dazu wurde die Modellregion Agri-Photovoltaik geschaffen. Hier wird unter anderem das Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB) in Bavendorf finanziert. Ziel sei es, Agri-Photovoltaik-Anlagen über den Kernobstbäumen zu entwickeln und umzusetzen, die neben dem Schutz vor Umwelteinflüssen noch zusätzlich Strom produzieren. „Bei allen Herausforderungen und Krisen, die uns aktuell begleiten, dürfen wir auch Innovationen nicht aus dem Blick verlieren. Daher haben wir gemeinsam mit dem Umweltministerium die Modellregion Agri-Photovoltaik (PV) Baden-Württemberg auf den Weg gebracht“, erklärt Kurtz die Hintergründe. „Agri-PV-Anlagen stellen ein sehr gutes Beispiel für intelligente Flächennutzungskonzepte der Zukunft dar. Sie können die Flächeneffizienz erhöhen und Landnutzungskonflikte entschärfen.“

EU-Hilfsprogramm zur Abmilderung der Kriegsauswirkungen

Einen weiteren deutlichen Einfluss spüren die Unternehmen demnach auch infolge des Ukraine-Krieges. Hier verweist das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium auf ein unbürokratisches. 500 Millionen Euro schweres Hilfsprogramm der EU. Hier können zur Abmilderung der Auswirkungen des Krieges flächenbezogene Unterstützungen beantragt werden, welche bereits Ende September über die Sozialversicherung ausbezahlt werden sollen.

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