BdS: Staudenabsatz 2022 erfüllt nicht die Erwartungen

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Die Staudengärtner blicken zuversichtlich in die Zukunft und gehen von einer auch in Zukunft anhaltenden Nachfrage nach Stauden aus. Foto: BdS/Häussermann

Bei seiner Mitgliederversammlung zog der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) eine erste Bilanz zum diesjährigen Staudenabsatz. Weitere Themen waren unter anderem die Mindestlohnerhöhung und die Weiterentwicklung der gärtnerischen Ausbildung, informieren der BdS und der Zentralverband Gartenbau (ZVG). Außerdem fanden die Wahlen im Bund deutscher Staudengärtner statt.

Verkaufte Mengen auf Vor-Corona-Niveau

„Nach zwei Ausnahmejahren erfüllt der Staudenabsatz 2022 nicht die Erwartungen der Staudengärtner“, resümierte der BdS-Vorsitzende Michael Moll auf der Mitgliederversammlung am 19. Juli in Oberhausen. Laut einer gemeinsamen Mitteilung von BdS und ZVG im Nachgang zu der Veranstaltung befinden sich die verkauften Mengen aber auf dem Niveau von 2019, das ein erfolgreiches Staudenjahr gewesen sei. „Wir sind sehr zuversichtlich für den Staudenabsatz in den nächsten Jahren, denn sowohl für den Erhalt der Biodiversität als auch die Senkung der Temperaturen vor allem in den Städten sind klimaresiliente Stauden unverzichtbar“, gab Moll eine Prognose für die Zukunft ab. Eine anhaltend hohe Nachfrage auch im kommenden Jahr erwarten die BdS-Mitglieder demnach nach in Deutschland heimischen Wildstauden – Konzepte von besonders insektenfreundlichen Staudenmischungen mit Wildstauden-Anteilen würden Biodiversität, Attraktivität und geringen Pflegebedarf verbinden, auch unter problematischen Lebensbedingungen in der Stadt.

Moll plädiert für zukunftsfähige Löhne

Als problematisch für einige Betriebe bezeichnete Moll laut Mitteilung die Anhebung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde, die auch eine Erhöhung des Ecklohns nach sich ziehen werde. Der BdS-Vorsitzende plädierte auf der Mitgliederversammlung in diesem Zusammenhang für auskömmliche, zukunftsfähige Löhne, die auch den Berufsnachwuchs sichern. Als wichtige Zukunftsaufgabe des Gartenbaus sieht Moll auch die Weiterentwicklung der gärtnerischen Ausbildung, wie es in der Mitteilung von BdS und ZVG heißt.

Mitgliederzahl des BdS 2021 leicht gestiegen

Die Bereitschaft, sich gemeinsam weiterzuentwickeln, zeige sich unter anderem an den Prüfungsbögen für das Qualitätszeichen Stauden des ZVG, die jetzt eine noch stärker ressourcenschonende Kultivierung fördern, so Moll. Lobend erwähnt wurde auch das sehr hohe ehrenamtliche Engagement von mindestens der Hälfte aller BdS-Mitglieder, das zu einer engen kollegialen Verbundenheit ebenso führe, wie zu einer starken internen Kommunikation und Wertschätzung. Die Mitgliederzahl des Bunds deutscher Staudengärtner ist den Angaben zufolge im vergangenen Jahr noch einmal leicht gestiegen.

Wahlen auf der BdS-Mitgliederversammlung

Bei der BdS-Mitgliederversammlung fanden den Angaben zufolge darüber hinaus auch Wahlen statt – Corona-bedingt wurden diese aus zwei Jahren gebündelt angesetzt, aber für unterschiedliche Laufzeiten nun umgesetzt. Einstimmig wiedergewählt wurde laut BdS und ZVG Matthias Großmann als Stellvertretender BdS-Vorsitzender, in ihren Ämtern bestätigt wurden überdies Prof. Dr. Bernd Hertle als Vorsitzender des BdS-Arbeitskreises Staudensichtung und Prof. Cassian Schmidt als Vorsitzender des BdS-Arbeitskreises Pflanzenverwendung.

Für eine weitere Wahlperiode wurden den Angaben zufolge von den BdS-Mitgliedern außerdem bestimmt:

  • Kordula Becker als Vorsitzende des Arbeitskreises Ausbildung
  • Martin Häussermann als Vorsitzender des Arbeitskreises Daten
  • Stefan Czekalla als Delegierter in den ZVG-Umweltausschuss
  • Martin Becker als Delegierter in den ZVG-Ausstellungsausschuss

Als Kassenprüfer für die Jahre 2022 und 2023 wählten die BdS-Mitglieder Adrian Volkmann, während Moll den Kassenprüfern Jürgen Tolksdorf und Philipp Menton, deren Amtszeit um zwei Jahre verlängert worden ist, für ihren Einsatz dankte. Als Vorsitzende des Arbeitskreises Versuchswesen Stauden verabschiedet wurde Dr. Elke Ueber, die dieses Amt laut BdS nur noch kommissarisch bis zur Wintertagung der Staudengärtner vom 7. bis 9. Februar 2023 leiten wird.

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