BUGA: Ersatz für Rostock in Erfurt?

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

2021 begeisterten die Blumenbeete bei der BUGA im egapark in Erfurt, bei einer Neuauflage könnte der Petersberg im Fokus stehen. Foto: egapark Erfurt gGmbH/ Steve Bauerschmidt

Durch die Absage der Bundesgartenschau in Rostock entsteht erstmalig eine Lücke im BUGA-Kalender. Diese könnte gegebenenfalls doch noch geschlossen werden, denn in Erfurt zeigt eine Befragung der Bürger, dass man sich eine erneute BUGA in der Blumenstadt gut vorstellen könnte. Im Amtsblatt der Stadt Erfurt nahm nun auch Oberbürgermeister Andreas Bausewein dazu Stellung.

Erste BUGA-Absage der Geschichte

Die ursprünglich für 2025 geplante Bundesgartenschau in Rostock wurde erstmals in der langen Geschichte der Gartenausstellungen ersatzlos abgesagt. Planungsunsicherheiten und enorm gestiegene Materialpreise, sowie -engpässe wurden dabei als Begründung angegeben. Die Lücke, die die Absage im BUGA-Kalender hinterlässt, könnte allerdings doch noch geschlossen werden. In Erfurt, Austragungsort der BUGA 2021, wurde unterdessen eine repräsentative Bürgerbefragung durch das Meinungsforschungsinstitut Insa durchgeführt, was man denn von einer erneuten Austragung einer Bundesgartenschau in Erfurt im Jahr 2026 halte. Demnach würde eine klare Mehrheit von 74 Prozent eine solche Entscheidung begrüßen. Demnach spiegele sich die breite Zustimmung der Erfurter in allen Altersklassen wieder. Lediglich 13 Prozent der Bürger findet die Idee schlecht.    

Klimawandel in den Fokus stellen

„Das Ergebnis dieser Umfrage ist ein klarer Auftrag an uns, den eingeschlagenen Weg in Richtung Wiederbelebung des Blumenstadt-Gedankens weiterzugehen“, sagt Bausewein im Erfurter Amtsblatt. Demnach wolle man nun ein erstes, grobes Konzept mit abgestimmten Finanzierungsmöglichkeiten erarbeiten und dem Stadtrat vorlegen. „Gibt es allerseits grünes Licht, muss bis Ende des Jahres alles klargemacht sein – ansonsten ist es zeitlich kaum noch zu stemmen“, so Bausewein. Auch könne man keine Großprojekte wie die Geraaue umsetzen, vielmehr müsse an die für die BUGA 21 ausgebauten Flächen angeknüpft werden. Als möglichen Fokus nennt Bausewein dabei den Petersberg, der weitere Flächen für eine Weiterentwicklung biete. Inhaltlich müsse eine mögliche Veranstaltung laut Erfurts OB den Klimawandel deutlich in den Fokus nehmen.

BUGA nicht zu Lasten anderer Projekte

„Mir ist wichtig ganz klar zu sagen, dass eine BUGA nicht zu Lasten von anderen städtischen Vorhaben gehen darf. Unser Schulsanierungsprogramm, der Neubau von Kitas und Turnhallen hat absolute Priorität. Und auch das städtebauliche Modellvorhaben „Erfurt Südost“ muss ohne Wenn und Aber umgesetzt werden“, macht Bausewein allerdings auch deutlich. Zudem dürfe nicht vergessen werden, dass bei einer weiteren Bundesgartenschau in Erfurt Personal benötigt werde und außerhalb des Stellenplans generiert werden müsse.

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