Dritter Zukunftskongress Gartenbau in Berlin

Veröffentlichungsdatum: , TASPO Online

Der Gartenbau wurde laut Cem Özdemir zu lange unterschätzt. Der Zukunftskongress bietet ein umfangreiches Programm zum mitdiskutieren und mitgestalten. Foto: BMEL

Am 18. und 19. Oktober veranstaltet das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) den dritten Zukunftskongress Gartenbau. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir erklärt die Hintergründe der Veranstaltung und die Programmpunkte. Die Grüne Branche ist zur regen Teilnahme aufgerufen.

BMEL ruft zur regen Teilnahme auf

Schon der erste und der zweite Zukunftskongress Gartenbau waren von einer engen Zusammenarbeit zwischen Praxis, Wissenschaft und Politik gekennzeichnet und boten im Nachgang belastbare Leitlinien für Politik und die Branche zur nachhaltigen Entwicklung des Sektors. Mit dem dritten Zukunftskongress Gartenbau in Berlin will das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) in Angesicht der aktuellen Krisen der Praxis eine Plattform zur Verfügung stellen, um Herausforderungen zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Das BMEL ruft die Grüne Branche demnach zur regen Teilnahme auf. Spannende Redner aus der Gartenbaubranche geben Impulse, bevor dann nach Sparten getrennt die Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert und „Leuchtturm“-Projekte vorgestellt werden: Wie muss die Transformation aussehen, um die Herausforderungen im Gartenbau zu meistern und welche politischen Rahmenbedingungen sind erforderlich? 

„Gartenbau ist in sehr ernster Situation“

„Der Gartenbau ist, wie viele andere Branchen in Deutschland, derzeit in einer sehr ernsten Situation, da geht es auch um Existenzen. Die Probleme sind vielfältig: unterbrochene Lieferketten, enorm gestiegene Kosten – und über allem schwebt die Versorgungsun­sicherheit beim Erdgas. All diese Faktoren stören die für die Bekämpfung der Klimakrise erforderlichen Transformationsentscheidungen in den Gartenbauunternehmen massiv. Die Unternehmen der Gartenbaubranche – ob Erzeugung, Handel oder Dienstleistung – sind angesichts dieser Rahmenbedingungen verunsichert und stellen geplante Investitionen zurück. In dieser schwierigen Situation wollen wir der Branche kurzfristig eine Plattform bieten. Praktiker, Wissenschaft und Politik sind gefragt, um pragmatische Lösungsansätze zu diskutieren und positive Zukunftsbilder zu entwickeln“, betont Landwirtschaftsminister Cem Özdemir im Interview mit der TASPO in Ausgabe 38/2022.

Wichtige Programmpunkte des Zukunftskongresses

Auf dem Programm stehen demnach fünf Referenten, die ihre Sicht der Dinge schildern und den Austausch eröffnen werden. Anschließend stehen Workshops auf dem Programm. „Da die Herausforderungen in den Sparten unterschiedlich ausgeprägt sind und andere ­Lösungsansätze erfordern, finden drei parallele Foren statt: ‚Wertschöpfungskette Obst und Gemüse‘, ‚Wertschöpfungskette Blumen und Pflanzen‘ und ‚Gärtne­rischer Einzelhandel und Dienstleistung‘“, so Özdemir. Am zweiten Tag steht zunächst die Auswertung der Ergebnisse auf dem Programm. „Zum Abschluss hat eine Auswahl von vielseitigen Zukunftsprojekten, so genannte ‚Leuchttürme‘, die Gelegenheit, sich kurz zu präsentieren. Diese Vorstellungen werden Mut machen – denn trotz Krise sind wir davon überzeugt, dass der Gartenbau nach wie vor eine große Innovationskraft hat und bereits dabei ist, viele eigene lösungsorientierte Ansätze zu entwickeln“, so der Bundeslandwirtschaftsminister.

„Bedeutung des Gartenbaus zu lange unterschätzt“

Da die letzte Zukunftsstrategie Gartenbau aus dem Jahr 2013 statt, müsse laut Özdemir bilanziert werden, was nach wie vor Bestand hat und welche Rahmenbedingungen sich gravierend geändert haben. „Die Bedeutung und der Wert des Gartenbaus wurden in Deutschland zu lange unterschätzt. Wir wollen gemeinsam mit der Branche belast­bare Leitlinien herausarbeiten, um die Wende effektiv und ­effizient zu meistern. […] Es wird sicher um ein Denken in Wertschöpfungsnetzen, um Kreislaufwirtschaft, Recycling und Energie-Autarkie gehen. Bestenfalls diskutieren wir Systemlösungen, die eine stärkere Vernetzung der Marktpartner bringen, und neue Konzepte, die neue Player ansprechen“, blickt Özdemir voraus.

Anmeldung online möglich

Wer dabei sein möchte ist herzlich eingeladen am 18. und 19. Oktober mitzudiskutieren oder auch im Nachgang mitzugestalten. Die Registrierung ist einfach online möglich unter bmel.de/Zukunftskongress-Gartenbau. Das vollständige Programm finden Sie ebenfalls auf den Internetseiten des BMEL unter diesem Link.

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