Erste „GärtnerInnen im Botanischen Artenschutz“ ausgebildet

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die 14 Absolvent:innen bei einer Feldexkursion in Regensburg. Foto: VBG

In Deutschland schlossen zum ersten Mal 14 Absolventinnen und Absolventen die berufsbegleitende Fortbildung „GärtnerInnen im Botanischen Artenschutz“ ab. Die entsprechenden Zertifikate wurden kürzlich in Dortmund übergeben.

Zweijährige berufsbegleitende Fortbildung

Die neue berufsbegleitende Fortbildung „GärtnerInnen im Botanischen Artenschutz“ soll den zunehmend notwendigen botanischen Artenschutz in Deutschland in die Tat umzusetzen. Dafür werden gut ausgebildete Gärtner und Gärtnerinnen benötigt, die über spezielles Wissen verfügen, welches in der klassischen fachspartenorientierten Gärtnerausbildung nur wenig oder gar nicht vermittelt werde. Dazu wurde die zweijährige berufsbegleitende Fortbildung „GärtnerInnen im Botanischen Artenschutz“ geschaffen, um diese Lücke in der klassischen Gärtnerausbildung zu schließen.

Inhalte der neuen Fortbildung

Die Fortbildung umfasst insgesamt sieben Fachblöcke, in denen die Fortbildung praxisrelevantes Wissen zur Ex-situ-/In-situ-Erhaltung von heimischen Wildpflanzenarten vermittelt. Hinzu kommen Themen wie Artenschutz und rechtliche Grundlagen, Erhaltungskulturen und Saatgutbanken, Kulturfaktoren für Wiederansiedlungsmaßnahmen, Bestäubungsbiologie, Saatgutqualität und Keimungsbiologie, Pflanzensystematik sowie Rhetorik, um den „Artenschutz zu kommunizieren“. Ebenfalls obligatorisch während er Fortbildung ist eine 40-stündige Hospitation (Modul 8) bei einer im Artenschutz tätigen Organisation. Hier sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Theorie erworbenes Wissen in die Praxis umsetzen. Sämtliche erlernte Inhalte werden am Ende in einer Abschlussarbeit zusammengefasst.

14 neue „GärtnerInnen im Botanischen Artenschutz“

Der Standard der Fortbildung wird durch einen Beirat, der sich aus Wissenschaftsexperten, Praktikern des Gartenbaus und des Handwerks, sowie Vertretern der im Artenschutz tätigen Bundesbehörde BLE zusammensetzt. Die ersten 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer legten kürzlich ihre Abschlussprüfungen ab, die allesamt von hoher Qualität gewesen seien. Anlässlich der Jahrestagung des Verbandes der Botanischen Gärten (VBG) in Dortmund erhielten die 14 Absolventinnen und Absolventen vom VBG-Präsidenten Professor Maximilian Weigend ihre Abschlusszertifikate. Die hohe Motivation der teilnehmenden Gärtner und Gärtnerinnen lasse demnach hoffen, dass das erworbene Wissen Verbreitung in der gärtnerischen Praxis findet. Das detaillierte Fortbildungsprogramm „GärtnerIn im Botanischen Artenschutz“ finden Sie auf der Homepage des Verbandes der Botanischen Gärten.

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