Fränkisches Gartenbau-Unternehmen will neue Wege gehen

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Die Callunen-Felder in Ellingen sind weitgehend geräumt, jetzt plant der Gartenbau-Betrieb das kommende Jahr mit all seinen Herausforderungen. Foto: Nill

Mit Flexibilität durch die Krise – das ist das Motto von Gartenbau Nill im fränkischen Ellingen. Trotz der aktuellen Unsicherheiten in der Energieversorgung und etlichen Herausforderungen, die 2023 bevorstehen, startet der Zierpflanzen-Betrieb jetzt mit Brauhopfen als neuer Absatzkultur und hat sogar nostalgische Rosen für sich wiederentdeckt.

Betrieb produziert über eine Million Pflanzen pro Jahr

Im 19. Jahrhundert zunächst als Spezialgärtnerei für Erica gracilis gegründet, produziert Gartenbau Nill heute nach eigenen Angaben auf elf Hektar Gesamtfläche über eine Million Pflanzen im Jahr. Schwerpunkte der Produktion sind Callunen, Topfnelken, Lavendel, Sempervivum sowie Beet- und Balkonpflanzen. Nill zufolge sind sämtliche Produkte nach Global G.A.P. zertifiziert und werden über den Groß- und Fachhandel abgesetzt. Mit einigen Kulturen wie beispielsweise Sempervivum hat sich das Unternehmen im bayerischen und österreichischen Absatzmarkt bereits einen guten Namen gemacht, jetzt startet Nill mit der Produktion von Hops-Brauhopfen als neuer Absatzkultur. Auch hat der im fränkischen Ellingen ansässige Betrieb nostalgische Rosen in verschiedenen Sorten und Größen für sich wiederentdeckt.

„Auch uns steht ein schwerer Winter bevor“

Die diesjährige Lavendelsaison sei problemlos verlaufen, wie Betriebsinhaber Bernhard Nill berichtet, und auch etliche Callunen-Felder mit Beauty Ladies seien weitgehend geräumt. Dennoch seien die Herausforderungen im Gartenbau wie etwa die aktuellen Unsicherheiten in der Energieversorgung auch in Ellingen zu spüren. „Auch uns steht ein schwerer Winter bevor und der Markt ist schon sehr verhalten“, so der erfahrene Gärtner. „Deshalb müssen wir unser Geschäftsmodell immer wieder überprüfen und flexibel bleiben.“ Aber auch in schwierigen Zeiten ergeben sich immer wieder neue Chancen, ist Nill überzeugt, dessen Betrieb nach den vergangenen Corona-Jahren auch einen verheerenden Brand Anfang März überstanden hat, bei dem ein Schaden in sechsstelliger Höhe entstanden war.

Verlässliche Lieferanten und Kunden

Aktuell planen Bernhard Nill und seine Tochter Catharina, die nach ihrer Ausbildung und einem Gartenbau-Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf erfolgreich in den Familienbetrieb eingestiegen ist und das im Frühling 2022 gegründete Großhandelsunternehmen „WeCan Green“ leitet, das kommende Jahr. Dabei können sie nach eigener Aussage auf verlässliche Partner – sowohl Lieferanten als auch Kunden – zählen.

Cookie-Popup anzeigen