„Wir gehen davon aus, dass im Frühjahr 2018 die ersten biologisch abbaubaren Urnen in den Boden kommen können“, so der ehrenamtliche Chef der 1.000-Einwohner-Gemeinde gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der geplante Friedweinberg werde eine Erweiterung des bestehenden Friedhofs sein. Schon 1996 hatte Brauns Vorgänger mit dem Bau des neuen Friedhofs auch den Weinberg direkt darüber als Friedhofsgelände ausgewiesen.
Kein Wein vom Friedweinberg
Im Moment stehen noch rund 1.000 Rebstöcke auf der etwa 4.000 Quadratmeter großen Fläche, die im Herbst zum Teil gerodet werden sollen. Was mit den Weintrauben passiert, die auf dem Gelände wachsen, steht bereits fest: Wie das zuständige Landratsamt erklärte, dürfen die Trauben von den Rebstöcken des Friedweinbergs nicht zu Wein gemacht werden.
Noch unklar sei hingegen, wie der Friedweinberg genau aussehen soll. Der Gemeinderat wolle in Kürze mit einem Würzburger Landschaftsarchitekten Wünsche und Pläne besprechen. Bürgermeister Braun selbst äußerte gegenüber der dpa schon eigene Ideen: „Ich kann mir Sitzecken, Baumgruppen und Schattenspender vorstellen. Vielleicht auch einen von Weinlaub überdachten Pavillon.“
Interesse an Grabstätte im Friedweinberg groß
Bislang dürfen auf dem Nordheimer Friedhof nur Einheimische begraben werden. Mit dem Friedweinberg könne sich das ändern, sodass auch Auswärtige sich dort bestatten lassen können. Und glaubt man dem Bürgermeister, ist das Interesse an einer Grabstätte im künftigen Friedweinberg groß.