Gartenmöbel bleiben im Trend

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Garten- und Balkonmöbel bleiben auch weiterhin im Trend und legen laut IVG und IFH 2023 wieder etwas zu. Foto: 30Nudos Adicora/ Pexels

Viele Produktsegmente für Haus und Garten erlebten während der Corona-Pandemie starke Wachstumsraten im Umsatz. Anschließend brachen etliche Segmente ein. Wie das Marktforschungsinstitut IFH Köln in Zusammenarbeit mit dem IVG herausfand, trotzen Garten- und Balkonmöbel der Entwicklung und bleiben im Trend.

Neuer Branchenbericht prognostiziert Wachstum

Lockdown, Kontakt- und Reisebeschränkungen sorgten im Corona-Jahr 2020 für ein Rekordwachstum bei Garten- und Balkonmöbeln. Die Menschen konnten nicht in den Urlaub fahren und investierten daher in ihr Zuhause und die Gärten. Dem Garten kam eine neue Bedeutung als weiterer Wohnraum zu, in dem man gerne seine Zeit verbringt. Der Garten entwickelte sich somit zu einem wichtigen Freizeitort im privaten Rahmen. Davon profitierte auch der Grüne Markt. Der neue „Branchenbericht Garten- und Balkonmöbel“ vom IFH Köln und dem Industrieverband Garten (IVG) hat die Marktentwicklung betrachtet und prognostiziert dem Markt auch weiterhin gute Wachstumschancen.  

Preisanstieg sorgt für erneutes Wachstum

Der Umsatz der Garten- und Balkonmöbelbranche legte 2020 im Vergleich zum Vor-Pandemiejahr 2019 um ganze 17,2 Prozent zu und wuchs auf 1,5 Milliarden Euro an. Im Folgejahr 2021 konnte dieses starke Wachstum jedoch nicht gehalten werden. Der Umsatz sank um rund zehn Prozent und auch 2022 ging dieser erneut leicht nach unten, konnte sich allerdings immer noch über dem vorpandemischen Niveau einpendeln. Die Marktexpert:innen prognostizieren im neuen Branchenbericht nun für 2023 wieder ein Umsatzwachstum. Demnach gehe man davon aus, dass der Markt für Garten- und Balkonmöbel rund 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen werden. Dieses Wachstum sei jedoch nicht mit steigenden Absatzmengen zu erklären, vielmehr sei der Preisanstieg Grund dafür.

Größtes Wachstum bei Gartenschirmen erwartet

Der Garten- und Balkonmöbelmarkt ist von drei Warengruppen gekennzeichnet. Zum einen handelt es sich dabei um die Garten- und Balkonmöbel per se, es folgen Gartenschirme und die Warengruppe Gartenmöbelauflagen/-zubehör. Zwar rangieren die Möbel unangefochten auf der Spitzenposition mit rund 70 Prozent Marktanteile, in den vergangenen zehn Jahren haben die Gartenschirme allerdings das größte Plus zu verzeichnen, was laut IFH seine Gründe im Klimawandel hat. „Die deutschen Sommer werden jedes Jahr heißer. Seit 2000 ist die Sommermitteltemperatur in Deutschland um ein Grad Celsius angestiegen. Dies hat deutliche Auswirkungen auf den Garten- und Balkonmöbelmarkt, was sich besonders im Wachstum der Gartenschirme zeigt“, erklärt Marktexperte und Junior Projektmanager am IFH Köln, Dominik Kudet.

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