Hessen: zusätzliche Mittel für Klimaprojekte

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Hessen stockt den Fördertopf für kommunale Klimaanpassungsprojekte um über 5 Millionen Euro auf. Foto: Pexels/ Pixabay

In Hessen stellt das Land zusätzliche 5,4 Millionen Euro zur Förderung kommunaler Klimaprojekte zur Verfügung, das teilte das hessische Umweltministerium kürzlich mit. Die Nachfrage sei dermaßen gestiegen, dass man diese Landesmittel zusätzlich bereitstelle.

Hessen will klimaneutral werden

Der Klimawandel ist spürbar vorherrschend, Wetterextreme, Hitzewellen, Trockenperioden und Starkregen beherrschen tagtäglich die Schlagzeilen. Um dem Klimawandel zu begegnen, sind kommunale Strategien und Klimaanpassungsmaßnahmen von Nöten. Um diese umsetzen zu können, stellt das hessische Umweltministerium zusätzliche 5,4 Millionen Euro zur Verfügung. „Die aktuelle Hitzeperiode mit Wasserknappheit und Waldbränden führt uns die Notwendigkeit der Bekämpfung der Klimakrise drastisch vor Augen. Deshalb machen wir Hessen klimaneutral und schützen und stärken somit unsere natürlichen Lebensgrundlagen. Sie sind Voraussetzung für unsere Zukunft. Für diese Aufgabe brauchen wir auch die Kommunen. Daher haben wir uns entschlossen, die Mittel für kommunale Klimaprojekte erheblich aufzustocken. So helfen wir den Kommunen ihre Projekte auf dem Weg zur Klimaneutralität und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels umzusetzen“, begründet Hessens Umweltministerin Priska Hinz die Aufstockung der Fördermittel.

Rund 13 Millionen Euro für kommunalen Klimaschutz

In Hessen stehen pro Jahr 7,5 Millionen Euro im Fördertopf der kommunalen Klimarichtlinie bereit, die nun um 5,4 Millionen erweitert wird und nun um die 13 Millionen Euro umfasst. Die Förderung kommunaler Klimaprojekte besteht in Hessen bereits seit 2016 und ist in den vergangenen Jahren enorm angestiegen. Im ersten Halbjahr 2022 wurden bereits 79 Maßnahmen mit Fördermitteln in Höhe von 7,2 Millionen Euro über die Klimarichtlinie des Umweltministeriums finanziell unterstützt. Unterstützt wurden Kommunen dabei zum Beispiel bei den Förderungen von Photovoltaikanlagen in Betrieben, die für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen sorgen. Für solch ein Projekt erhielt beispielsweise die Gemeinde Rodenbach Fördermittel in Höhe von 400.000 Euro.

Klimaanpassung: von Starkregenanalysen bis zur Dachbegrünung

Darüber hinaus können auch Studien und Analysen gefördert werden, sowie Investitionen zur Anpassung an den Klimawandel, wie zum Beispiel Entsiegelungen und Beschattungen von öffentlichen Plätzen, Dachbegrünungen, der Rückbau verrohrter Gewässer und die Rückhaltung von Niederschlagswasser von Dachflächen öffentlicher Gebäude und Anlagen. Auch die Schaffung von innerörtlichen Wasserflächen oder Retentionsflächen sind mögliche Maßnahmen und entsprechen dem Prinzip der Schwammstadt. Hierdurch wird der Abfluss von Niederschlagswasser deutlich reduziert und Schäden durch Starkregen vorgebeugt. Auch Analysen zu Starkregen können Förderungen erhalten. Die Nachfrage sei im Zeitraum von 2017 bis 2020 enorm gestiegen und für insgesamt sieben kommunale Starkregenanalysen wurden Fördermittel in Höhe von rund 416.000 Euro eingesetzt. Im ersten Halbjahr 2022 wurden bereits 43 Projekte mit Fördermitteln in Höhe von rund 3,1 Millionen Euro bewilligt.

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