Hohenheimer Versuche: Trios für Kasten und Kübel

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Unter den Bezeichnungen Confetti Garden, TrioMio, Trixi und Co. werden bei Beet- und Balkonpflanzen Kombinationen aus verschiedenen Farben einer Art oder unterschiedlichen Gattungen/Arten angeboten, die am Markt gut ankommen. Allerdings ist der Sortimentswandel hierbei schnell, sodass jedes Jahr neu geprüft werden muss, etwa in der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim.

Insgesamt 45 Kombinationen in Hohenheim im Vergleich

Die Hohenheimer hatten zur Beurteilung über den Sommer jeweils eine Pflanze in eine 30cm-Ampel (Teku 30 TCA) und einen Kasten mit drei verschiedenen Pflanzen aufgehängt (ab KW 22). Es gab Kombinationen, bei denen sich die Pflanzen sehr ausgeglichen und prächtig entwickelt haben, andererseits zeigte sich, dass sich bei diesen Kombinationen manchmal eine Sorte sehr stark, die beiden anderen Sorten deutlich schwächer entwickelt haben und so kaum ihren Blütenbesatz zum Ausdruck bringen konnten.

Bei Trixi Fancy Petticoat (Selecta one) trat von drei gefüllt blühenden Calibrachoa-Sorten in der Blumenampel die blaublühende Sorte mit einem besonders reichen Blütenansatz in Erscheinung. Die Mischung Trixi 19 SEL TRX HB 43 (Selecta one) aus drei verschiedenen Gattungen hat sich stark entwickelt. Man konnte die Sorten zwar an ihren Farben erkennen, dennoch war der Pflanzenbestand sehr locker und der Blütenansatz Ende Juni noch relativ schwach.

Calibrachoa-Triomischungen: TrioMio Flamenco und Salsa

Bei der Triomischung TrioMio Flamenco (Kientzler) wurden die drei Calibrachoa-Sorten ‘Unique Red’, ‘Unique Lilac’ und ‘Unique White’ in einer Blumenampel kultiviert, die sich relativ gleichmäßig und gut entwickelt haben. Weiße, rote und blaue Blüten bilden einen schönen, ausgeglichenen Gesamteindruck. Auch bei TrioMio Salsa (Kientzler) haben sich drei Calibrachoa-Sorten ‘Unique Golden Yellow’, ‘Unique Red’ und ‘Unique White’ in der Blumenampel kräftig entwickelt, wobei die Blüten in Gelb und Weiß im Vordergrund standen. Auch ‘Unique Red’ konnte ihre Blüten entwickeln, war jedoch etwas schwächer im Gesamteindruck. Gerade hierbei zeigt sich, dass vielleicht auch der jeweilige Standort im Gefäß verantwortlich für die Entwicklung über den Sommer ist. Trixi-Pflanzungen, die auf der Südseite der Blumenampel eingepflanzt waren, entwickelten sich beispielsweise etwas stärker und bildeten mehr Blüten aus als Pflanzen auf der Nordseite.

Conga Mix Masters Dancing Queens & Cabaret MixMasters Burlesque

Die einfach blühende Calibrachoa-Mischung Conga Mix Masters Dancing Queens (Florensis) in den Farben Weiß, Gelb und Violett hat sich in den Hohenheimer Versuchen optimal entwickelt, wobei sich die weiß blühende Sorte, sicher ihrem Standort angepasst, im hinteren, nach Norden ausgerichteten Bereich nicht zu einem reicheren Blütenansatz entfalten konnte. Bei Cabaret MixMasters Burlesque (Florensis) zeigte sich ganz deutlich, dass sich von den drei Calibrachoa-Sorten nur eine kräftig durchsetzen konnte. Die gesamte Ampel war mit blauen Blüten dicht besetzt, die Blüten in Pink und Rosa der anderen beiden Pflanzen waren nicht zu entdecken.

► Mehr zu den Versuchen in Hohenheim sowie der umfangreichen Beet- und Balkonpflanzen-Sichtung an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für den Gartenbau (LVG) Heidelberg lesen Sie in der TASPO 36/2020.

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