Niedersächsische Landesgartenschau erwägt Verschiebung

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Der Geländeplan der Landesgartenschau Bad Gandersheim. Wird eine Durchführung 2022 möglich sein? Foto: Laga Bad Gandersheim

Im kommenden Jahr soll in Bad Gandersheim die niedersächsische Landesgartenschau in Bad Gandersheim stattfinden. In einer außerordentlichen Sitzung empfahl die Geschäftsführung nun die Verlegung der Veranstaltung auf 2023.

Landesgartenschau nicht mehr seriös planbar

Wird sie wie geplant im kommenden Jahr stattfinden, oder doch erst 2023? Diese Frage stellen sich aktuell in die Verantwortlichen der Landesgartenschau Bad Gandersheim. In einer außerordentlichen Sitzung besprach sich in dieser Woche der Aufsichtsrat der Landesgartenschau Bad Gandersheim gGmbH und erörterte die aktuelle Situation, vor der die Geschäftsführung warnt. Demnach habe man Bedenken, dass eine planmäßige Durchführung durch die sich seit November stetig zuspitzende Corona-Pandemie nicht mehr seriös planbar sei. Unter anderem gebe es Materialengpässe verursacht durch Corona, die für Ungewissheit sorgen. Zudem sei auch noch unklar, wie der Einfluss auf Gruppenreisen zum geplanten Zeitraum von 14. April 2022 bis 9. Oktober 2022 ausfallen werde. Die beiden Geschäftsführer Ursula Stecker und Thomas Hellingrath teilten ihre Bedenken dem Aufsichtsrat mit.

Endgültige Entscheidung noch vor Weihnachten

Es habe eine umfassende Prüfung sämtlicher Szenarien stattgefunden, so wurde auch eine Verschiebung um sechs Wochen, eine Durchführung zum geplanten Zeitpunkt mit eingeschränktem Programm oder sogar eine vollständige Absage in Betracht gezogen. Letztendlich sprach sich die Geschäftsführung gegenüber dem Aufsichtsrat für eine Verlegung ins Jahr 2023 aus. Daraufhin wurden auch die Mitglieder des Rats der Stadt Bad Gandersheim und des Kreistags informiert. Sämtliche politische Gremien, die bei der Entscheidung eingebunden sind, werden in ihren nächsten regulären Sitzungen darüber beraten. Mit einer endgültigen Entscheidung werde also nicht vor dem 18. Dezember zu rechnen sein.

„Laga ohne Abstriche"

„Wir alle wollen eine LAGA präsentieren, die den bestmöglichen Effekt für die Stadt Bad Gandersheim, den Landkreis Northeim und die ganze Region Südniedersachsen erzielt! Nach Betrachtung aller potenziellen Szenarien ist eine umfassende Risikoabwägung erfolgt. Leitgedanke unserer Empfehlung ist es, eine LAGA ohne Abstriche zu realisieren. Auch wenn die Entscheidung nicht leichtfällt: Angesicht der völlig unklaren Entwicklung der Corona Pandemie in den nächsten Monaten ist die Verschiebung notwendig“, sagt Bad Gandersheims Oberbürgermeisterin Franziska Schwarz. „Unter den gegebenen Rahmenbedingungen lässt sich der Start der LAGA nicht mehr seriös zusichern. Die LAGA hat eine besondere Strahlkraft für unseren Landkreis und die Region Südniedersachsen, daher sollte sich der Landkreis Northeim mit der Stadt Bad Gandersheim solidarisch zeigen, auch im Hinblick auf die weitere Defizitabdeckung“, ergänzt Landrätin Astrid Klinker-Kittel.

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