Perspektivwechsel: Erst Gewinner, jetzt Jurymitglied

Veröffentlichungsdatum: , Nadine Quist

Christoph Vornholt bei den TASPO Awards 2021. Foto: Andreas Schwarz/taspoawards.de

Christoph Vornholt gehörte 2021 mit zwei Trophäen zu den Abräumern der TASPO Awards. Für ihn war das sein „persönliches Highlight des Jahres 2021“. Dieses Jahr wird er die Jury bereichern. Wir haben mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der 1982 von seinen Eltern gegründeten Landschaftsbau Vornholt GmbH über den Perspektivwechsel gesprochen.

Sie haben im vorigen Jahr zwei TASPO Awards gewonnen, unter anderem den für die „Beste Marketingaktivität “. In der Eigenvermarktung sind Sie also ausgezeichnet. Haben Sie Ihre Gewinne dafür genutzt, dies auszubauen?

Ja, auf jeden Fall! Unsere Marketingabteilung hat sofort eine Pressemitteilung geschrieben und unseren Doppelsieg auch auf Social Media kommuniziert. Dadurch hat neben der Fachpresse auch die Lokalpresse berichtet. Die Borkener Zeitung war zum Beispiel hier und hat Fotos mit unseren beiden Preisen gemacht. Wir haben Glückwünsche von allen Seiten bekommen. Außerdem sorgte der Award für einen Anstieg der Abrufe unseres Podcasts. Die Trophäen haben zwei eigene Regale in unserem Besprechungsraum bekommen. Und natürlich haben wir die Gewinne in unserer Mitarbeiterzeitung mit Bildern von der Gala kommuniziert.

Was haben Sie sich von Ihrer Bewerbung bei den Awards erwartet?

Mehr Aufmerksamkeit und mehr Sichtbarkeit bei möglichen Bewerbern in erster Linie. Für das Personalmarketing kam man so einen Gewinn super gut nutzen, vor allem weil wir in der Kategorie „Bestes Konzept Ausbildung und Mitarbeiter“ gewonnen haben.

Hat Sie die Teilnahme an den Awards persönlich weitergebracht?

Für mich persönlich ist es auch eine Auszeichnung an mich selbst: Die Bestätigung, warum man die berühmte Extrameile geht und vielleicht nicht die Stunde bei seiner Familie, sondern im Unternehmen verbringt. Es ist eine Bestätigung der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns. Man holt sozusagen die Ernte ein, für das, was man gesät hat.

Was spornt Sie dazu an, der Beste zu sein?

Ich möchte nicht der Beste sein, nur besser als andere Wettbewerber (lacht). Ziel war es für mich immer, mein Unternehmen so zu gestalten, dass ich in ihm auch gern arbeiten würde. Wenn ich mich in die Rolle meiner Mitarbeiter hineinversetze, überlege ich immer, wie geht es ihnen mit der Entscheidung und was wollen sie. Das ist mein Ansporn. Im Zuge der Bewerbung wurde dieser Anspruch auf jeden Fall nochmals in den Fokus gerückt.

Was würden Sie anderen Unternehmen für ihre Bewerbung raten?

Das kann ich beantworten, wenn ich bei der Jury war (lacht). Unsere Bewerbung damals habe ich gemeinsam mit unserer Marketing-Abteilung geschrieben. Das Bewerbungsverfahren ist aber eigentlich ziemlich selbsterklärend, weshalb es keine große Hürde darstellen sollte.

Dieses Jahr vollziehen Sie einen Perspektivwechsel durch das Mitwirken in der Jury. Was erhoffen Sie sich davon?

Ich bin ein interessierter Mensch, deshalb bin ich auf den Blick hinter die Kulissen gespannt und auch darauf, was die Argumente sind, warum man letztlich einen Preis abräumt. Außerdem möchte ich auch etwas zurückgeben, aus Dankbarkeit für meine Gewinne, deshalb habe ich direkt zugesagt als ich gefragt wurde. Nicht zuletzt blicke ich durch das Mitwirken auch noch über den eigenen Tellerrand hinaus. Ich freue mich auf meine Tätigkeit als Jurymitglied und auf die vielen Einsendungen, die ich im Voraus schon sichten und bewerten darf.

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