Pflanzenproduzent steigt auf Trays aus Recyclingmaterial um

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Sind von den neuen Pristine Trays überzeugt: Modiform-Vertriebsleiter Mark Bertens (l.) und Rick van Luijk vom Gartenbau-Betrieb Vilosa. Foto: Modiform

Im November 2022 hat der niederländische Topf- und Trayhersteller Modiform seine Pristine Trays als neuen Standard vorgestellt. Jetzt ist mit Vilosa der erste Pflanzenproduzent auf die Trays umgestiegen, um nach eigenen Angaben zu mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette beizutragen.

Trays aus 100 Prozent recyceltem Polystyrol

Als „Trays der nächsten Generation“ hat Modiform im vergangenen Herbst seine nach Firmenangaben aus 100 Prozent recyceltem Polystyrol (PS) und ohne Farbzusätze hergestellten Pristine Trays der Öffentlichkeit präsentiert. Sales Director John van der Maarel erklärte damals, wie stolz das Unternehmen auf dieses Produkt sei. „Wir haben uns dafür entschieden, um unser Ziel Horizon2025 erreichen zu können. Mit Pristine als Standardtray machen wir einen großen Schritt hin zum nachhaltigen Gartenbau“, so van der Maarel. Im Sinne eines komplett geschlossenen Materialkreislaufs werden die PS-Trays laut Modiform unternehmensintern recycelt. Gartenbau-Betriebe, bei denen die benutzten Trays abgeholt werden, können dem Unternehmen zufolge zudem eine „marktübliche Vergütung“ erhalten.

Pristine Trays laut Vilosa „eine nachhaltige Wahl“

Modiform selbst verwendet die Pristine Trays – noch mit Glanzschicht – bereits seit März für das Rücknahmesystem TrayC in Deutschland. Jetzt ist auch der auf Kalanchoe, Celosia, Chrysanthemen und Princettia spezialisierte Gartenbau-Betrieb Vilosa mit Hauptsitz in ’s-Gravenzande auf die neuen Trays umgestiegen. „Als Mark Bertens von Modiform uns auf die Einführung von Pristine aufmerksam machte, mussten wir gar nicht lange überlegen. Die Pristine-Trays bieten uns die gewohnt hohe Qualität, sie passen problemlos zu unseren Prozessen und sind eine nachhaltige Wahl“, so der bei Vilosa für den Bereich Marketing zuständige Rick van Luijk.

Farbabweichungen von Schwarz bis Grau möglich

Da bei der Herstellung der Trays auf Farbstoffe verzichtet wird, können laut Modiform leichte Farbabweichungen zwischen einzelnen Produktionsläufen vorkommen – die Farben der Trays können demnach zwischen Schwarz und (Dunkel-)Grau variieren. „Die Einheitsfarbe Tiefschwarz ist nicht mehr die Norm, denn eventuelle kleine Abweichungen weisen darauf hin, dass es sich um ein nachhaltiges Produkt handelt“, erläutert dazu Lisa van Koningsveld, Teamleiterin Produktmanagement bei Modiform. Für Vilosa sei dies jedoch kein Hinderungsgrund gewesen, auf die Pristine Trays umzusteigen. „Bei der Herstellung von Pristine-Trays findet kein Downcycling der verwendeten Materialien statt, denn jedes recycelte Tray wird zu 100 Prozent wieder ein Tray“, begründet Rick van Luijk die Entscheidung des Unternehmens. „Wir konnten uns mit eigenen Augen davon überzeugen, wie Modiform den Recyclingprozess in seiner Fabrik eingerichtet hat. Das weckt nicht nur Vertrauen, sondern gibt uns die Gewissheit, dass die ausrangierten Trays ein neues Leben bekommen.“

Modiform will bis 2025 komplett auf Neukunststoff verzichten

Wie Modiform in diesem Zusammenhang betont, gehört zu den Nachhaltigkeitszielen des Topf- und Trayherstellers, bei der Produktion noch vor 2025 komplett auf Neukunststoff zu verzichten. „Dazu ist es notwendig, den Wertstoffkreislauf tatsächlich zu schließen“, so Modiform-Vertriebsleiter Mark Bertens. „Da die Pristine-Trays weder neuen Kunststoff noch Farbstoffzusätze enthalten, können wir sie bei den Betrieben einsammeln und intern recyceln, um anschließend neue recyclingfähige Produkte daraus herzustellen. Genau wie Vilosa wollen wir es unseren Kunden ermöglichen, sich bequem und automatisch für mehr Nachhaltigkeit zu entscheiden.“

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