Sieger des BGL-Videowettbewerbs gekürt

Veröffentlichungsdatum: , Sven Weschnowsky / TASPO Online

Die BGL-Initiative „Rettet den Vorgarten“ hat die Sieger des Videowettbewerbs „Unsere grüne Straße lebt!“ bekannt gegeben. Der Hauptpreis ging nach Bayern, Rang zwei belegte ein Vorgarten aus Baden-Württemberg und Platz drei ging nach Nordrhein-Westfalen. Zudem wurden noch drei Gewinner in einer Sonderkategorie für „Pflanzen- und Strukturvielfalt“ geehrt.

Kurzvideos zeigen lebendige Vorgärten

Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) rief vom 4. April bis 30. Juni 2022 Bürgerinnen und Bürger, Vereine und ganze Nachbarschaften ein, unter dem Motto „Unsere Straße lebt!“ Kurzvideos von den Vorgärten einzureichen. Im Fokus stand die soziale und nachbarschaftliche Bedeutung von Vorgärten, aber auch durch die Verleihung eines Sonderpreises die Pflanzen und Strukturvielfalt. Wie der BGL mitteilte, seien über 50 Kurzvideos eingegangen, die von sachlich über humorvoll, mit gesprochenen Erläuterungen oder mit Musik unterlegt, auf kreative Art und Weise die Vorgärten und das nachbarschaftliche Miteinander dokumentierten. „Vorgärten wirken als halböffentliche Räume direkt auf die Atmosphäre in der Straße, im Viertel, in der Siedlung. Diesen Aspekt wollten wir im fünften Jahr unserer Initiative mit dem Kurzvideo-Wettbewerb […] besonders beleuchten. Wir freuen uns sehr, dass die eingereichten Kurzvideos ein buntes Bild von individuellen Vorgärten bilden. Jeder Beitrag zeigt, welch positive Wirkung ein Vorgarten für die Hausbewohner, ihre Nachbarn und Passanten haben kann", erklärt Achim Kluge vom BGL.  

„Flächen für den Schutz der Biodiversität“

Neben dem BGL waren auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) am Wettbewerb beteiligt. „Wir brauchen dringend Flächen für den Schutz der Biodiversität. Auch Vorgärten können hier einen Beitrag leisten. Darum ging es in diesem Wettbewerb auch um die ästhetischen, ökologischen und klimatologischen Aspekte von Vorgärten. Pflanzen bringen Farbe, Duft, Bewegung in die Vorgärten, sie verändern sich im Jahreslauf, sie schaffen Schatten und Kühle, wirken positiv auf die Luftqualität, sie bieten Nahrung und Lebensraum für Vögel und Schmetterlinge und sind damit Naturerfahrungsräume für Menschen", betont Sabine Riewenherm, Präsidentin des BfN und Schirmherrin des Wettbewerbs. Bewertet wurden von einer sechsköpfigen Jury formale, ökologische, soziale und gestalterische Aspekte von Vorgärten.

Sieger des Video-Wettbewerbs

Die Sieger des Wettbewerbs erhielten Geldpreise in Höhe von insgesamt 3.000 Euro, die für ein Nachbarschaftsfest zweckgebunden sind. Den ersten Preis verlieh die Jury an Judith Korndörfer aus Erlangen (Bayern), Platz zwei belegte der Baden-Württemberger Sven Beck aus Laupheim und Rang drei ging an Jeanette Brehmer aus Siegburg in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus wurden vom BfN und dem NABU noch drei Sonderpreise für „Pflanzen- und Strukturvielfalt" bereitgestellt. Hier setzte sich Leon von Salisch aus Berlin durch, vor Jeanette Brehmer aus Siegburgund Marion Ende aus dem niedersächsischen Kirchbrak. „Alle eingereichten Kurzvideos lassen erkennen, welches Potenzial Vorgärten haben, um den halböffentlichen Raum im Wohnumfeld zu beleben. Im Namen aller Partner des Wettbewerbs bedanke ich mich sehr herzlich bei den Teilnehmenden und freue mich, wenn die Kurzvideos zur Nachahmung anregen und dazu beitragen, dass die Schotterwüsten vor den Häusern als vorübergehende Irrwege der Gartengestaltung erkannt werden“, sagt Kluge abschließend.

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