Spargelernte in NRW und Niedersachsen beginnt

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Der sonnige März hat das Spargelwachstum gefördert, sodass mit der Ernte der begehrten Stangen begonnen werden kann. Foto: Herberg/LWK Niedersachsen

In immer mehr Regionen im Bundesgebiet wird mit der Spargelernte begonnen. Reges Treiben in den Betrieben melden aktuell die Landwirtschaftskammern in NRW und Niedersachsen. Während der Umgang mit dem Corona-Virus in dieser Saison etwas entspannter sei als 2020 und 2021, sehen sich die Erzeuger in diesem Jahr mit stark gestiegenen Produktionskosten konfrontiert.

Bis Ostern ausreichend Spargel in Niedersachsen

In Niedersachsen können die Verbraucher bis Ostern mit ausreichend Spargel rechnen, informiert die dortige Landwirtschaftskammer (LWK). Auf den Flächen mit Dreifachabdeckung habe die Ernte bereits begonnen, einzelne direktvermarktende Betriebe mit beheizten Feldern haben die ersten Stangen demnach bereits Ende Februar gestochen. In Anbetracht der momentan Wetterverhältnisse sei laut LWK jedoch davon auszugehen, dass die Ernte auch auf den übrigen Feldern in Kürze beginnen könne.

Stürme im Februar verursachen Kosten- und Arbeitsaufwand

Ein Plus für die Vermarktung des Edelgemüses könne in diesem Jahr sein, dass die Gastronomie wieder geöffnet ist. Gleichzeitig sehen sich die Spargelbetriebe nicht nur in Niedersachsen mit steigenden Energiekosten sowie einem wachsenden Lohnkostenanteil aufgrund der Mindestlohn-Steigerung konfrontiert, wie die Landwirtschaftskammer zu bedenken gibt. Einen erheblichen Kosten- und Arbeitsaufwand hätten darüber hinaus die Stürme im Februar verursacht: So wurden die Folienabdeckungen von Windböen zerrissen, mussten eingesammelt und neu aufgelegt werden, berichtet die LWK. Überdies sei auf den Flächen mit den zerrissenen Folien der Wärmeeffekt verloren gegangen, viele Betriebe hätten wegen des Sturms auch länger gewartet, ehe sie die Folien auflegten.

Umgang mit Corona etwas entspannter als in den Vorjahren

Etwas entspannter als 2020 und 2021 sei laut LWK dagegen in dieser Saison der Umgang mit dem Corona-Virus: Keines der Länder, aus denen Saisonarbeitskräfte kommen, sei als Risikogebiet eingestuft worden, außerdem seien die Betriebe inzwischen vertraut mit speziellen Konzepten zur Hygiene, der Unterbringung und der Einreise der Erntehelfer. Die ersten Saisonkräfte hätten sich bereits eingefunden, um die niedersächsischen Spargelbetriebe beispielsweise bei der Vorbereitung der Vermarktung zu unterstützen. Zudem gebe es Felder, auf denen jetzt erst die Dämme gezogen werden.

Flächenstärkste Kultur im niedersächsischen Gemüse-Anbau

Mit derzeit rund 4.500 Hektar im Ertrag stehender Anbaufläche ist Spargel die flächenstärkste Kultur im niedersächsischen Gemüse-Anbau, informiert die Landwirtschaftskammer – auch wenn die Anbaufläche gegenüber den Vorjahren leicht rückläufig sei. Waren es 2020 noch 5.300 Hektar, schrumpfte die Fläche 2021 bereits um rund sieben Prozent auf 5.000 Hektar. Ebenfalls gesunken ist die Erntemenge: Während nach Angaben des Landesamts für Statistik 2020 landesweit 26.600 Tonnen des Edelgemüses gestochen wurden, waren es ein Jahr später 25.100 Tonnen.

Spargelernte in Nordrhein-Westfalen ebenfalls gestartet

Ebenfalls gestartet ist die Spargelernte in Nordrhein-Westfalen, berichtet die Landwirtschaftskammer NRW. Der sonnige März habe dafür gesorgt, dass sich die Spargeldämme auf zwölf Grad erwärmt haben und die Stangen wachsen konnten. Der erste Spargel sei dabei aus Minitunneln geerntet worden, offiziell eröffnet werde die nordrhein-westfälische Spargelsaison am 7. April in Delbrück. Weil Ostern in diesem Jahr erst Mitte April sei, könnten sich Liebhaber des edlen Gemüses zu den Festtagen auf ein leckeres Spargelessen freuen, stellt die Landwirtschaftskammer NRW in Aussicht.

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