Wohnen, arbeiten und entspannen im grünen Wolkenkratzer
Gestaltet wurde das „biophile“ Bauwerk im Herzen des Finanzdistrikts von Singapur unter anderem von der Bjarke Ingels Group (BIG), einer in Kopenhagen, New York, London, Barcelona und Shenzhen ansässigen Gruppe von Architekten, Designern, Urbanisten, Innen- und Landschaftsarchitekten, Produktdesignern, Forschern und Erfindern. Das Herzstück des insgesamt 93.000 Quadratmeter Fläche umfassenden, gemischt genutzten Hochhauses ist der Bjarke Ingels Group zufolge die „Grüne Oase“, eine organische Landschaft aus vier miteinander verbundenen Ebenen. Der Garten biete den Bewohnern reichlich Zugang zu Grünflächen und kann der Bjarke Ingels Group zufolge zum Arbeiten, Spazierengehen, Entspannen, Trainieren sowie für Veranstaltungen genutzt werden.
Begrünung „durchbricht“ die Gebäudefassade
Wie es weiter heißt, wurde die Natur nahtlos in die Architektur eingewoben: An mehreren Stellen werden die vertikalen Elemente der Gebäudefassade demnach auseinandergezogen, um Einblicke in die dschungelartig anmutenden Grünflächen zu gewähren. Mit mehr als 80.000 Pflanzen, mit denen das CapitaSpring-Hochhaus bestückt ist, und einer begrünten Gesamtfläche von über 8.300 Quadratmetern – was der Bjarke Ingels Group zufolge 140 Prozent der Grundstücksfläche entspreche – unterstreiche der Wolkenkratzer den Ruf Singapurs als Gartenstadt.
Pflanzenhierarchie tropischer Regenwälder
Der Projektbeschreibung zufolge ahmt die Gebäudebegrünung die Pflanzenhierarchie der tropischen Regenwälder nach – das Blattwachstum stehe in einem direkten Verhältnis zum innerhalb der Vegetationsschichten verfügbaren Licht. Schattentolerante Gewächse mit großen Blättern würden am wenigsten direktes Licht benötigen und seien deshalb auf dem „Regenwaldboden“ zu finden, während die Gehölze in der Baumkronenschicht – dem „Dach“ des Regenwalds – durch ihre kleinere Blattstruktur gekennzeichnet seien.
Neben den üppigen Grünflächen im Gebäudeinneren besitzt das CapitaSpring-Hochhaus zudem einen Dachgarten mit Blick auf die Stadt, in dem der Bjarke Ingels Group zufolge über 150 Obst-, Gemüse- und Kräutersorten sowie Blumen angebaut werden, um die Restaurants des Gebäudes mit frischem Grün zu versorgen.